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"Im Zuge einer Begehung beim Nachbarn" hat die Gemeinde Jenbach festgestellt, dass GR Norbert Rainer ein Schwimmbecken in seinem Garten hat. Drei Mann hoch kamen daraufhin zum Lokalaugenschein. Es folgte ein 7-seitiges Gutachten zur Frage der Bewilligungs-Pflicht...

JENBACH - Es kostet etwa 250,– EURO, ist 1,2 m hoch und hat einen Durchmesser von 4,88 Metern: Das Kinder-Schwimmbecken von GR Norbert Rainer (FPÖ-Fraktion), das er für seine Enkel im Garten aufgestellt hat. Tausende andere Familien in Tirol haben vermutlich ähnliche Becken... Bei einer Begehung am Nachbargrundstück sei die Gemeinde auf dieses Becken aufmerksam geworden, sagt GR Rainer. Bauamtsleiter Christian Wirtenberger sagt auf Nachfrage, ja – er sei bei dieser Begehung zwar dabei gewesen, die Anzeige wegen des Schwimmbeckens gegen Rainer sei aber nicht von ihm.
Es handelt sich laut Norbert Rainer um eine "anonyme Anzeige von jemandem mit sehr guten Kenntnissen der Bauordnung".

Fremdgutachten

Zur Feststellung, ob das Schwimmbecken "eine Bewilligungs-Pflicht auslöst", wurde ein externer Gutachter, die Firma Scheitnagl aus Fügen, beauftragt. Der Grund für die Auslagerung des Gutachtens ist laut Schreiben der Gemeinde vom 13.2.2018, dass der Bauamtsleiter in Bezug auf GR Rainer "befangen" ist. Dies bestätigt Wirtenberger: "Ich bin mit dem Fall nicht befasst und habe mich als befangen erklärt."
Norbert Rainer schildert: "Bei der folgenden Begehung sind dann ein Mitarbeiter des Bauamtes und zwei Mann der Firma Scheitnagl aufmarschiert. Jetzt haben wir ein 7-seitiges Gutachten für unser Kinder-Schwimmbecken bekommen. Das Gutachten zahlt zunächst der Bürger und vermutlich soll es mir dann weiterverrechnet werden. Zum Gutachten sollen wir jetzt Stellung nehmen – und dann kommt wohl der Abbruch-Bescheid..."
Auf die Frage, ob die Gemeinde Jenbach tatsächlich ein Aufstell-Schwimmbecken abreissen lassen möchte, sagt Bgm. Dietmar Wallner (ÖVP) am Telefon: "Ich habe noch kein Gutachten gesehen. Ich bin derzeit auf Urlaub und beschäftige mich dann nach meiner Rückkehr damit..."
Wenn derartige Schwimmbecken tatsächlich bewilligungspflichtig sind, bleibt abzuwarten, wie die Gemeinde Jenbach dieses Thema gegenüber anderen Familien handhabt oder wie andere Gemeinden mit dem Thema nun umgehen...

„Schwimmen ist (über)lebenswichtig“

Donnerstag, 12 Oktober 2017
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Schwimmen sollte heutzutage eigentlich zu den Grundfertigkeiten gehören, die unsere Kinder lernen. Leider haben mehrere tödliche Badeunfälle im heurigen Sommer gezeigt, dass es nicht nur bei Kleinkindern sondern auch bei den über 10-jährigen zum Teil noch deutliche Defizite beim Schwimmen gibt.

„Bereits in der Landtagssitzung im Februar 2015 waren Probleme bei der Durchführung von Schulschwimmkursen ein Thema. Es ist sehr wichtig, dass alle Tiroler Kinder bis zum Volksschulabschluss sicher und idealerweise ohne Hilfsmittel schwimmen können, so manche Unfälle könnten dadurch verhindert werden. Ebenso würde eine Anpassung der Benützungsregeln in Schwimmbädern durchaus zu mehr Sicherheit in öffentlichen Bädern beitragen“, meinte VP-Sportsprecherin und AAB-Landtagsabgeordnete Bettina Ellinger überzeugt.

„Es gibt vom Land Tirol bereits seit Jahren das Angebot des Schulsportservice, in dessen Rahmen Schwimmunterricht sowie Unterstützung für die Lehrpersonen von qualifizierten Trainerinnen und Trainern angeboten wird. Dieser Service kommt gut an und wird sehr gerne genutzt. Dennoch sollte man die Möglichkeit dieses Unterrichts weiter ausbauen, damit der im Lehrplan vorgesehene Schwimmunterricht künftig noch besser durchgeführt werden kann. Schließlich ist Schwimmen bereits im Kindesalter und später im Erwachsenenalter gut für die Gesundheit und ein guter Ausgleich zum Schulalltag,“ so Ellinger.

Trotz Algen stimmt die Wasserqualität

Dienstag, 28 April 2015
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Das ,,Blaue Auge Reith‘‘, wie der Reither See liebevoll genannt wird, kämpft seit einigen Jahren mit einem Algenproblem.

REITH (amn) Der Badesee in Reith im Alpbachtal sorgte in den letzten Jahren für allerhand Gesprächsstoff. Vor etwa fünf Jahren bildeten sich im See Algenmatten, die an die Wasseroberfläche geschwemmt wurden und für Skepsis und Ekel sorgten. Daraufhin wurde eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die die Wasserqualität als ausgezeichnet diagnostizierte. Jedes Jahr werden nun Proben entnommen, um zu versichern, dass sich die Algen in keinster Weise auf die Qualität des Sees auswirken.  Man glaubt, die Blätter der Laubbäume rings um das Gewässer und der Schlamm am Seeboden tragen u.a. zu der Algenbildung bei. Die Abholzung, die vor Kurzem am Westhang vorgenommen wurde, hat jedoch laut Gemeinde Reith mit der Seesanierung nichts zu tun, sie wurde ausschließlich aufgrund des morschen Zustandes der Bäume getätigt.

See wird gründlich gereinigt

Das Fleece, welches in Teilen des Sees ausgelegt wurde und  der Uferbereich werden auch dieses Jahr gesäubert. Die Sichttiefe im Reither See betrug im Sommer 2014 zwischen 2,50 und 4 Meter. Hier gilt die Faustregel, dass die Füße zu sehen sein sollten, wenn man knietief im Wasser steht. Diese Richtlinie wurde in Reith definitiv erfüllt. Die Gerüchte um eine geplante Kioskrenovierung konnten von der Gemeinde nicht bestätigt werden, der Eintrittspreis für die Badesaison soll sich nicht ändern. Trotz der Algen wird man auch heuer das wunderschöne Flair des Reither Sees  bestaunen, und in die Tiefen der schimmernden  1,4 Hektar großen Wasseroberfläche eintauchen können.

40 Jahre Wasser-Rettung Reith

Donnerstag, 02 April 2015
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REITH i.A. Das generelle Ziel der ÖWR Reith war schon immer, den Schwimm-Unterricht für Kinder zu fördern. Die Ausbildung von 50 Kindern im Jahr 2014 konnte durchgeführt werden, mit Stolz kann auf die mehrfache Ausbildung zu Rettungs-Schwimmer, Wildwasser-Retter und Rettungs-Taucher zhurück geblickt werden. Seit der Gründung im Jahre 1975 hat die ÖWR Reith an Professionalität gewonnen und das Einsatzgebiet hat sich Landesweit ausgedehnt. Andere Aktivitäten während des Vereinsjahres waren das Sonnwendschwimmen, Burning Lake, Seemesse, Martiniumzug und Dreikönings-Schwimmen. Eines der Probleme ist sicher die Unterbringung des Einsatzmaterials  und das kostenintensive Training – speziell im Winter.

Johannes holte Goldmedaille

Dienstag, 01 Juli 2014
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BRANDENBERG  (klausm) Der 16-jährige Schüler der Landessonderschule Mariatal, Johannes Ascher aus Brandenberg/Aschau, holte bei den 6. Nationalen Sommerspielen von Special Olympics im Juni in Kärnten im Bewerb Schwimmen AQ Kategorie 2 – 100 Meter Freistil den 1. Platz und damit eine olympische Goldmedaille. Daß dieses Ereignis nicht einfach sang- und klanglos vorbeigehen würde, war klar. Bei seiner Rückkehr warteten sämtliche erreichbaren Verwandte, Bekannte und Nachbarn bereits ungeduldig, um zu gratulieren.

BRANDENBERG (klausm) Der 16 jährige Schüler der Landessonderschule Mariatal, Johannes Ascher aus Brandenberg/Aschau, holte bei den 6. Nationalen Sommerspielen von Special Olympics in der Zeit vom 12. – 17. Juni in Kärnten im Bewerb Schwimmen AQ Kategorie 2 – 100m Freistil den 1. Platz und damit eine olympische Goldmedaille.

Daß dieses Ereignis nicht einfach sang- und klanglos vorbeigehen würde, war klar. Der Schulbus brachte am Dienstag den 17. Juni Johannes punktgenau um 17:00 Uhr zu seinem Elternhaus in Aschau, vor dem, für den erfolgreichen Schwimmer völlig überraschend, sämtliche erreichbaren Verwandte, Bekannte und Nachbarn, bereits ungeduldig warteten um ihrem Johannes zu gratulieren. Da war alles dabei, Händeschütteln, Geschenke, Umarmungen, Tränen. Seitens der Gemeinde Brandenberg gratulierte Bürgermeister Hannes Neuhauser dem Olympiasieger und übergab ihm als Geschenk eine Jahreskarte für das Wave-Wörgl plus fünf Tageskarten für die Familie. Ausgiebiges Gratulieren macht hungrig und durstig und dagegen half das vorbereitete Büfett.

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Sprung in die kalten Fluten des Achensees

Dienstag, 21 Januar 2014
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Die 13. Auflage des Silvesterschwimmens am Achensee lockte knapp 3.000 Zuschauer nach Pertisau. 70 Hartgesottene wagten den Sprung in die eiskalten Fluten.

PERTISAU Der Jahresausklang am Achensee ist traditionell frostig. Vor allem wenn der Tauchklub „Black Divers“ zum mittlerweile legendären Silvesterschwimmen einlädt. Auch die diesjährige 13. Auflage lockte bei herrlichem Winterwetter wieder knapp 3.000 Zuseher und 70 Aktive an die eisigen Gestade des Sees.

Startsprung ins kalte Nass

Nach einer Dusche mit Eiswasser zur „Akklimatisierung“ ging es für die Schwimmerinnen und Schwimmer in den winterlichen Achensee. Nach 50 Meter Schwimmstrecke galt es den Eisberg zu bezwingen, um nach dem Läuten der Silvesterglocke so schnell wie möglich wieder ans Ufer zu gelangen. Alle Teilnehmer zeigten sich hart im Nehmen und ließen sich weder von den frostigen Außen- noch von den klirrend kalten Wassertemperaturen abschrecken. Gewinner war Axel Mölg. Doch Sieger waren sie am Ende alle, denn der Sprung vom drei Meter hohen Steg in das nur vier Grad kalte Wasser kostet wahrlich Überwindung.
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