Alois Wechselberger teilt seine Meinung zu Bischof Hermann Glettler (Im Bild).Screenshot/Erzdiözese Wien

Bischof Glettler spaltet Tirol!

Hermann Glettler, Bischof der Diözese Innsbruck, ist offenbar auch nach vier Jahren noch nicht in Tirol angekommen. Der Innsbrucker Bischof ist nicht nur in der schwierigen Situation, dass seine Diözese ein Produkt der Teilung Tirols ist. Allein schon die Existenz der Diözese Innsbruck ist für Gläubige symbolmäßig der Unrechtsgrenze am Brenner gleichzustellen.

Die Errichtung der Diözese Innsbruck (1964) beruht bis heute weniger auf pastoralen, vielmehr auf persönlichen und politischen Gründen: Resch wollte Bischof sein, Wallnöfer wollte Innsbruck als Bischofssitz... Der derzeitige Bischof scheint mehr Künstler und Ideologe als Geistlicher und Seelsorger zu sein. Sein enges Verhältnis zum "Mainstream" und andere persönliche Befindlichkeiten mögen ihm unbelassen sein! Ganz anderes sieht es jedoch aus, wenn es um unsere Heimat, Kultur, Sprache und Geschichte geht. Hier gelten auch für einen "Geistlichen" Regeln, die ebenso einzuhalten sind, wie der Gehorsam gegenüber dem Pontifex in Rom. Wie es scheint, hat der Innsbrucker Bischof aber sowohl mit Tirol als auch mit Rom Probleme.

Zu innerkirchlichen Belangen möchte ich mich hier nicht äußern. Aber wenn es um die Verweigerung eines erbetenen Segens für das Denkmal des ersten zivilen Faschisten-Opfers Tirols geht, um das Andenken eines jungen Lehrers, der sich vor 100 Jahren schützend vor einen 12-jährigen Buben warf und dafür im Kugelhagel italienischer Faschisten starb, ist der Rubikon überschritten!

Der AHBT (Andreas-Hofer-Bund Tirol) bedauert und verurteilt in aller Schärfe die mangelnde Empathie von Bischof Hermann Glettler gegenüber unserer Geschichte und unseren unschuldigen Opfern! Glettler hätte sich bei der mehrfachen und jahrelang hinausgezogenen Verweigerung der Weihe dieses Denkmals vielleicht einmal fragen sollen, wie sich Jesus Christus in seiner Situation verhalten hätte... Bischof Glettler schaut hingegen erstmal, was der "Mainstream" sagt und verweigert anschließend die Weihe! Dem Bischof sei ins Buch geschrieben: Gott kennt keine Parteien, keine Rassen, keine Meinungen, er erhört, segnet und hilft!

Alois Wechselberger, Andreas-Hofer-Bund Tirol


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