Der Radfelder Gemeinderat wird, sobald der Bescheid zur Eingliederung in den Wasserverband eintrifft, rechtliche Schritte einleiten.

Radfeld geht gegen "Zwangsbeglückung" vor!

Der Hochwasserschutz-Verband ist gegründet – Radfeld soll nun per wasserrechtlicher Verordnung eingegliedert werden. Dagegen wehrt sich der Gemeinderat jetzt aber...

RADFELD Radfeld trat dem Hochwasserschutz-Verband Unteres Unterinntal nicht bei und stimmte somit gegen die Gründung. Nun soll Radfeld in den Wasserverband gezwungen werden. Dagegen wird sich die Gemeinde aber wehren und rechtliche Schritte einleiten – dies erklärte Bgm. Prof. Mag. Josef Auer im Radfelder Gemeinderat Anfang Juni. Und er bekräftigte diese Haltung nochmals nach dem Hochwasser Mitte Juni.
Das Hochwasser habe für ihn gezeigt, dass "auch westlich von Innsbruck Retentionen bzw. Wasserrückhaltemaßnahmen absolut notwendig sind." Außerdem zeigen die Medienberichte, dass die Stauseen der TIWAG die Scheitelhöe des Inns um 30 Zentimeter reduziert haben – "Rückhaltemaßnahmen haben sehr wohl Wirkung", betont Auer.

Kritik von Breitenbachs Bürgermeister

ÖVP-Bezirksobmann Alois Margreiter baut indessen weiter Druck auf Radfeld auf: "Besonders der Radfelder Gemeindeführung muss bewusst sein, dass mit jedem Einspruch, der das Projekt weiter verzögert, das Risiko steigt, dass wir nächstes Mal nicht mehr so glimpflich davonkommen", erklärt er in einer Presseaussendung – das Angebot des Landes an die Radfelder Grundeigentümer sei fair und ausgewogen.
Für Radfelds Auer sind aber nicht sie die Verhinderer, "wir legen uns nicht quer. Wir würden ja sogar einer Retentionsfläche östlich vom Maukenbach zustimmen", lässt er in einer Aussendung wissen.