Mitte Oktober kamen drei Triebwagen-Garnituren der Appenzeller Bahn in Jenbach an. Diese sollen als "Achensee Express" im Takt-Betrieb an den Achensee fahren.

Achenseebahn: Die nächsten E-Züge sind da!

Die Modernisierung der Achenseebahn schreitet voran. Drei weitere Elektro-Triebwägen kamen im Oktober nach Jenbach. Ein ganzjähriger Betrieb ist geplant.

JENBACH In acht Minuten von Jenbach nach Eben, in 23 Minuten nach Pertisau – das ist die Vision von Achenseebahn-Vorstand Mag. Georg Fuchshuber. Der "Achensee Express" soll schnell und ganzjährig fahren und so auch dem Verkehr auf der Achenseestraße entgegenwirken. Der Antrieb soll elektrifiziert werden – die (Diesel)-E-Züge kommen aus der Schweiz. Relativ günstig konnte Fuchshuber fünf Triebwagen-Garnituren der Appenzeller-Bahn erwerben. Die ersten beiden kamen im Juni, die restlichen trafen im Oktober in Jenbach ein.
In Betrieb werden diese gehen, "sobald die Eisenbahn-Infrastruktur erneuert ist", erklärte Fuchshuber bereits im Juni – ein genaues Datum kann er aber noch nicht nennen.

Dringlichkeitsantrag von Rot und Blau

Auch politisch ist die Achenseebahn ein Thema. Bereits im September hat die Opposition einen Dringlichkeitsantrag im Landtag eingebracht. Sowohl FPÖ als auch die SPÖ sehen die Achenseebahn als wichtiges Verkehrsmittel und als unverzichtbar an. Die beiden Partein forderten eine Soforthilfe für die traditionsträchtige Bahn von 1,2 Millionen EURO.
Im Oktober wurde das Thema bei den Regierungs-Ausschüssen nochmals besprochen. "Nun wird ein Bericht mit den Zukunftsaussichten der Achenseebahn eingeholt", erklärte der Verkehrssprecher der Tiroler SPÖ, Philip Wohlgemut, im Gespräch mit dem ROFAN-KURIER. Der ÖGB-Tirol-Vorsitzende ortete auch positive Signale dafür, dass die Regierung dem Antrag der SPÖ und FPÖ Folge leisten will.