Bgm. Dr. Hans Lintner (ÖVP) freut sich: Der Verschuldungs-Grad der Stadt Schwaz kann heuer voraussichtlich von 30,5 auf 23,2 Prozent gesenkt werden.Ariane Frötscher

Budget: Schwaz senkt Verschuldungs-Grad

Die Gründung des Hochwasser-Verbandes, die Sanierung der Steinbrücke aber auch die Adaptierung der Bezirkshauptmannschaft… das sind nur einige der Themen, mit denen sich die Bezirks-Hauptstadt Schwaz heuer auseinandersetzen wird.

SCHWAZ Die Stadt Schwaz verwaltet heuer Steuermittel in der Höhe von 39,6 Mio. EURO. Der Verschuldungs-Grad kann von 2018 (30,5 Prozent) heuer auf voraussichtlich 23,2 Prozent gesenkt werden. Dabei verfügt die Stadt über frei verfügbare Mittel von etwa 3 Mio. EURO.
Im Budget inkludiert ist auch ein "Außerordentlicher Haushalt" (AOH) von 668.000,– EURO. Darin enthalten sind u.a. 350.000,– EURO für die Errichtung von Garagen-Boxen für das Einsatz-Zentrum Schwaz, 268.000,– EURO für diverse Ausbauten des Skigebietes Kellerjoch und 50.000,– EURO für die Adaptierung der Bezirkshauptmannschaft. Dazu Bgm. Dr. Hans Lintner (ÖVP): "Diese Adaptierungen kosten freilich mehr und sind zum Teil im Budget der Stadtwerke."
Das Geld für den AOH kommt unter anderem aus Rücklagen und aus Zuwendungen des Landes.

Ausgaben: Der Bildungs-Bereich kostet die Silberstadt heuer etwa 5,4 Mio. EURO. Größter Budget-Posten sind dabei die Kindergärten mit 3,4 Mio. EURO, wobei hier allerdings die Personalkosten "inklusive" sind.
Der Gesundheits-Bereich kostet etwa 3 Mio. EURO. 2,48 Mio. EURO gehen hier an die Landes-Krankenanstalten und etwa 437.000,– an das Bezirkskrankenhaus Schwaz.
Der Bereich "Soziales" kostet fast 3 Mio. EURO, davon sind 1,25 Mio. allgemeine Sozialhilfe und 1,1 Mio. EURO der Behinderten-Beitrag. Das Seniorenheim kostet 930.000,– EURO. Die Müll-Entsorgung kostet heuer etwa 1,4 Mio. EURO, Kanal und Wasser-Versorgung laufen über die Stadtwerke.
Im Bereich der Straßen-Erhaltung sind heuer 676.000,– EURO für die Sanierung des Stadtplatzes vorgesehen, weitere 150.000,– EURO sind für die Franz-Josef-Straße reserviert.
An Landes-Umlage zahlt die Gemeinde 1,3 Mio. EURO. besonders gefördert werden in Schwaz Kultur und Vereine: 1,9 Mio. EURO lässt sich die Stadt diesen Bereich heuer kosten!
Der Gemeinderat – also dessen Personalkosten – belaufen sich 2019 etwa auf 390.000,– EURO. Darin enthalten sind die Gehälter von Bürgermeister und Vize-Bürgermeistern sowie die monatlichen Zahlungen an Gemeinde-Vorstände und Gemeinderäte.
Das Gemeinde-Amt kostet heuer etwa 1 Mio. EURO. Die Personal-Kosten sind für eine Stadt wie Schwaz enorm niedrig: 7,2 Mio. EURO stehen dafür im Budget. "Allerdings muss man anmerken, dass etliche Hilfskräfte aus dem Bildungs-Bereich in einen Verein ausgelagert sind, auch das Reinigungs-Personal sowie die Mitarbeiter der Stadtwerke sind hier nicht berücksichtigt…", erklärt dazu Bgm. Lintner.
Für die Stadtpolizei sind heuer 390.000,– EURO reserviert, für die Feuerwehr 437.000,– EURO.

Einnahmen: Auf der Einnahmen-Seite sind die eigenen Steuern mit 9,1 Mio. EURO (inkl. Kommunal- und Grundsteuer) recht beachtlich. An Abgaben-Ertragsanteilen erhält Schwaz heuer 14,6 Mio. EURO – immerhin ein Plus von 5,7% im Vergleich zum Vorjahr. Weitere 362.000,– EURO kommen heuer aus Bedarfszuweisungen des Landes.
Die Gebühren werden nicht erhöht, aber an den Index angepasst…