2,5 Millionen Transit-LKW sind für das Transitforum und den Obmann Fritz Gurgiser eindeutig zu viel!

Gurgiser startet "Lärmschutz-Offensive"

Fritz Gurgisers Kampf gegen den Lärm ist nicht nur in Tirol bekannt. Mit seiner "Enkeltauglichen Lärmschutzoffensive 2018" möchte der Obmann des Transitforum Tirol-Austria Druck aufbauen. Dieser soll in Innsbruck, aber auch in Wien gespürt werden...

VOMP/TIROL "Xund‘s Vomp", "Xund‘s Kramsach" oder "Xunder Bergisel"  – das sind nur einige Untergruppen des Transitforum Tirol-Austria. Was sie alle verbindet, ist der Kampf gegen den Lärm. Ob in Kramsach, in Innsbruck, in Zirl, überall macht Lärm krank.
Diese Botschaft vermittelten bei der Auftaktveranstaltung "Enkeltaugliche Lärmschutzoffensive" in Vomp sowohl Fritz Gurgiser (Transitforum) als auch Gerhard Steinlechner (Xund‘s Vomp) und Prof. Dr. Peter Lercher von der TU Graz - die Sonderpublikation zu diesem Thema kann hier bestellt werden...
"Lärmgestörte Nächte haben Auswirkungen auf den Schlaf, die man aber nicht wirklich wahrnimmt", erklärt TU-Professor Larcher. Durch den Lärm sinkt die Wirksamkeit des Schlafes. Das führt zu erhöhten Risiken für Bluthochdruck und Herzkrankheiten.

Das Podium (v.l.): Gerhard Steinlechner („Xund‘s Vomp“), Bürgermeister Karl-Josef Schubert (ÖVP, Vomp), Fritz Gurgiser (Transitforum Tirol-Austria) und Prof. Dr. Peter Lercher (TU Graz)

Transitforum fordert niedrigere Grenzwerte

Zurzeit liegen die österreichischen Grenzwerte am Tag bei 60 dBA (Straßenverkehr), 70 dBA (Schienenverkehr), in der Nacht bei 50 dBA (Straße), 60 dBA (Schiene). Das Transitforum fordert nun neue Grenzwerte, die deutlich unter diesen aktuellen liegen. Schiene und Straße sollen dabei angeglichen werden.
Diese "gesünderen Grenzwerte" sind an den aktuellen, von der WHO 2018 ausgerechneten Grenzwerten angelehnt: Für Straßen- und auch Schienenverkehr soll der Grenzwert des Verkehrs-Lärms bei 50 dBA am Tag und bei 40 dBA in der Nacht liegen.
Diese niedrigen Grenzwerte sind wichtig, "weil wir in einem ganz besonderen Raum leben, wohnen, wirtschaften", erklärt Transitforum-Obmann Fritz Gurgiser.
Durch die Hanglagen sei der Platz sehr begrenzt und es "ist alles sehr dicht zusammen".
Auch der Lärm wird durch die Hanglage stärker wahrgenommen als im Flachland. Gurgisers Grundaussage: "Wir haben die Verantwortung, für unsere nächsten Generationen einen Lebens- und Wirtschaftsraum zur Verfügung zu stellen, in dem sie auch bleiben können!"

Kritik in Richtung Wien

Fritz Gurgiser kritisiert in seiner Rede nicht nur PKW-Hersteller ("LKW-Hersteller haben reagiert, sonst hätten wir in Tirol Zustände wie im Ruhrgebiet. PKW-Hersteller nicht. Jeder kennt die Diskussionen..."), sondern richtet seine Kritik an die ASFINAG ("831 Millionen EURO Überschuss letztes Jahr. Es ist unsere Aufgabe und unser Recht, dass wir uns hier wesentlich schneller Geld holen!") und das Verkehrsministerium: "Bei Verkehrsminster Klug (SPÖ, 2016, Anm.) habe ich mir schon gedacht, es geht nicht mehr schlimmer. Das war ein Irrtum. Denn bei unserem jetzigen Minister (Norbert Hofer, FPÖ, Anm.) 'laffts mir kalt den Buckel runter'". Er findet es auch interessant, dass die Lärmschwellengrenzwerte vom Verursacher, also dem Verkehrsministerium, bestimmt werden. "Ich behaupte und unterstelle, dass wir so hohe Grenzwerte haben, weil je höher die Grenzwerte sind, umso weniger Lärmschutz muss errichtet werden."