2018 wurden die Garnituren der Appenzeller Bahn gekauft. Sie sollten den Weg in eine "elektrifizierte Zukunft" der Achenseebahn sichern. Nun mussten sie verschrottet werden.Zoom.Tirol

LISTE FRITZ kritisiert Achenseebahn-Konzept

Die geplante Landesgesellschaft zum Erhalt der Achenseebahn wird von der LISTE FRITZ kritisiert. Währenddessen wurden die Waggons der Appenzeller Bahn verschrottet.

JENBACH Des öfteren berichtete der ROFAN-KURIER über den Stand der Dinge bezüglich Achenseebahn. Diese soll in einer neuen GmbH mit Zillertalbahn, Land und Gemeinden neu aufgestellt werden. 60 Prozent soll hier das Land übernehmen, 20 Prozent die Zillertalbahn und der Rest wird auf die Gemeinden Eben, Achenkirch und Jenbach aufgeteilt.

LA Markus Sint (FRITZ) kritisiert die Pläne

Kritik gibt es hier aber von der LISTE FRITZ: "Nachdem 2019 und 2020 bereits 1,6 Millionen EURO für die Rettung der Achenseebahn notwendig waren, will die schwarz-grüne Landesregierung die Überreste aus der Insolvenz herauskaufen und zwischen 2021 und 2024 noch einmal 10,2 Millionen EURO nachschießen. Ab 2025 soll die Bahn dann 500.000,– EURO pro Jahr kosten. Das Land Tirol übernimmt alle Infrastrukturkosten, die Zillertalbahn übernimmt den Betrieb. Was soll die Achenseebahn zukünftig sein?", fragt sich LA Mag. Markus Sint. "Touristische Ausflugsbahn oder Nahverkehrsbetrieb?"

Dem Tiroler Landtag fehle das Zukunftskonzept, die Abgeordneten sollen trotzdem über die Millionen-Investition entscheiden, kritisiert er. Ob die LISTE FRITZ für oder gegen die Rettung der Achenseebahn ist, sei gegenstandslos: "Wir fordern ein klares System, das Auslagerungen in Zukunft unmissverständlich regelt", sagt er. Bei solchen Gesellschaften fehle die Transparenz und die Kontrollmöglichkeit, und es steige die Gefahr für Steuergeld-Verschwendung, Misswirtschaft und Missmanagement (siehe TSD), heißt es seitens LISTE FRITZ.

Garnituren der Appenzeller Bahn verschrotte

"Modernisierung der Achenseebahn" – mit dieser Idee wurden 2018 Waggons der Appenzeller Bahnen gekauft. Damals war der Plan, dass man mit der elektrifizierten Bahn in acht Minuten von Jenbach nach Eben, und in 23 Minuten nach Pertisau kommt. Nach der teuren Anlieferung kamen die Züge aufs Abstellgleis, wurden Opfer der eingestellten Infrastruktur-Mittel. Nun zog der Masseverwalter laut Medien-Berichten den Schlussstrich.


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