Josef Fürst, Tavernenwirt zu Rattenberg, bereitete sein landesweit berühmte Kesselgericht zu. Unter den ersten hungrigen Tavernenbesucher die Landsknechte und Trossweiber vom „Stählernen Haufen“, die „Freien zu Prae Vallis“, sowie „Arcus Uurgile“ aus Wörgl

Tavernenbesuch in historischer Gewandung

Anfang Juni lud Josef Fürst, Wirt der Rattenberger Brauhaus-Taverne, zum ausgiebigen Spaziergang in historischer Gewandung mit anschließendem Tavernenbesuch.

RATTENBERG (klausm) Anfang Juni lud Josef Fürst, Wirt der Rattenberger Brauhaus-Taverne am Fuß der erstmals 1254 erwähnten Burg von Rattenberg gelegen, Groß- und Kleinfamilien, inkl Mündel, Gesinde, Hauspersonal, etc., zum ausgiebigen Spaziergang in historischer Gewandung mit anschließendem Tavernenbesuch in die mittelalterliche Stadt am Inn. Es war dies keines der sonst üblichen Ritterfeste mit Veranstaltungscharakter, vielmehr ein zwangloses, entspanntes Treffen für Freunde mittelalterlicher Bekleidung, eben historischer Gewandung.

„Einkehren macht spazieren geh’n erst schön“ - und weil das so ist, erwartete die gewandeten Gruppen in der Brauhaus-Taverne ein köstliches mittelalterliches Kesselgericht - ähnlich einer Tiroler Gerstlsuppe nur mit einigen Geheimzutaten - wobei es unter den Besuchern besonders traditionell Gewandete gab, welche zwecks Authentizität zu ihrem Tavernenbesuch sogar ihre eigenen mittelalterlichen Essutensilien wie etwa Besteck, Krüge oder Trinkhörner mitbrachten.

Josef Fürst, Tavernenwirt zu Rattenberg, bereitete mit seiner Mannschaft pünktlich zum Mittagsgeläut’ sein Kesselgericht zu. Zu den ersten eintreffenden Gruppen gehörten: Die Landsknechte und Trossweiber vom 1. Tiroler Mittelalterverein „Stählernen Haufen 1499“ aus dem Raum Vomp/Schwaz, die „Freien zu Prae Vallis“ aus Strass im Zillertal, sowie „Arcus Uurgile“ aus Wörgl (Arcus steht im lateinischen für den Bogen und Uurgile wird erstmals 1104/1116 für Wörgl verwendet).

Menschen in Gewandung sind nahezu ausschließlich auf traditionellen mittelalterlichen Märkten und/oder speziellen themenbezogenen Veranstaltungen anzutreffen. Gewandung hat jedoch im Gegensatz zur Kostümierung absolut nix mit Faschingsfesten- Umzügen, etc. zu tun. Menschen in Gewandung stellen fast immer historische Mittelalterszenen dar. So wird bei der mittelalterlichen Gewandung insbesondere auf die Verwendung von Naturmaterialien wie Leinen und Wolle geachtet. Als Vorlage und Schnitte dienen dazu meist Erkenntnisse von Ausgrabungsfunden. Umgangssprachlich zählen zur „Gewandung“ im Rahmen von Rollenspielen und historischen Auftritten außerdem auch Rüstungen, Schaukampfwaffen sowie diverse Accessoires und Utensilien.

Dass beim Tavernenbesuch in Rattenberg der Covid-Situation entsprechend sämtliche Vorgaben und Auflagen eingehalten wurden, sei an dieser Stelle wohl nur mehr der Ordnung halber erwähnt: Anmeldung mit Namen und Anzahl der Teilnehmer (maximal 10 Personen pro Tafelrunde), Erfüllung der 3 „g“ Vorgabe, nämlich geimpft, genesen oder getestet und obendrein, damit ja nix passiert, eine FFP2-Maske im Gepäck.


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