Der ROFAN-KURIER traf mehrere Passanten am See: Alle sind empört über den Kahlschlag beim Reintaler See...

Empörung über Rodung am Reintaler See!

Ein spontaner Leserbrief, Anrufe in der Redaktion, verärgerte Bürger am See: Der Kahlschlag entlang der Seen-Bundesstraße kommt nicht gut an. Wer hat diesen beauftragt, fragen sich viele...

KRAMSACH Nicht nur die Bezirks-Hauptmannschaft und die Landes-Umweltanwaltschaft hatten Ende Jänner ihre Hände voll zu tun, auch den ROFAN-KURIER erreichten zahlreiche Nachrichten über den Kahlschlag am Reintaler See (Nähe Fischerstube/Seerose). "Als ich gestern zum Reintaler See kam, war ich entsetzt über den Kahlschlag im vorderen Seebereich. Wem fällt so etwas ein", sagt eine erschrockene Passantin. "Diese Aktion ist eine Schande und ein Naturfrevel. Sie zeugt davon, wie weit sich ein Teil der Menschen inzwischen von jeglichem Naturverständnis verabschiedet hat", erzählt sie weiter. Ein anderer Passant hat eine ähnliche Meinung zur Rodung: "Ich verstehe das nicht, das ist doch so ein schöner Fleck und jetzt steht da kein einziger Baum mehr."

Gemeinde nicht involviert

Zunächst hieß es, dass man dort lediglich die "kranken" Bäume abholzt. Die Realität zeigt: Jetzt stehen weder die "gesunden" noch die "kranken" Bäume. Was bleibt ist ein kahler Weg am Ufer des Reintaler Sees. Doch wer ist für diese Rodung verantwortlich? "Es geht hier um rund 120 Bäume, die im Zuge einer privaten Nutzung gefällt werden", sagt Bürgermeister Bernhard Zisterer (ÖVP). Gleichzeitig führte man hier erste Arbeiten für den geplanten barrierefreien Rundwanderweg durch. Die Gemeinde sei allerdings nicht involviert, auch nicht an der Umsetzung des Wanderweges am Reintalersee.


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