V.l.: Alt-Bgm. LA Ing. Alois Margreiter (ÖVP), Bgm. Walter Osl und Bgm. Dieter Martinz beim Gelände für die geplante Aushubdeponie.

Klares "Nein" zur Aushubdeponie in Angerberg

Die Firma "Hb Recycling GmbH" hat in Angerberg im Weiler "Jauden" eine Bodenaushub-Deponie beantragt. Die betroffenen Gemeinden Angerberg, Angath, Breitenbach, Langkampfen und Mariastein sind klar gegen das geplante Projekt.

ANGERBERG Die Firma "Hb Recycling GmbH" hat beim Amt der Tiroler Landesregierung die Genehmigung einer Bodenaushubdeponie in Angerberg im Weiler "Jauden" beantragt. Dabei handelt es sich um eine Deponiegröße von rund 73.000 Quadratmeter. Allerdings ist diese Deponie auf einem Waldstück geplant, daher müsste man rund 7,75 Hektar roden... Die Gesamtkubatur beträgt 490.000 Kubikmeter. "Die betroffenen Gemeinden Angerberg, Angath, Breitenbach, Langkampfen und Mariastein sprechen sich klar gegen diese Aushubdeponie aus", sagt Bgm. Walter Osl auf einer Pressekonferenz im Februar.

Verkehr als größte Problematik

Das durchschnittliche jährliche Schüttvolumen beträgt etwa 20.000 bis 30.000 Kubikmeter, die Projektdauer ist auf 20 Jahre festgelegt. Das Gebiet befindet sich im Angerberger Ortsteil Edwald. Die Anlieferung des Aushubmaterials erfolgt über die L211 Unterinntalstraße. Die Gesamtzufahrten pro Jahr betragen, laut berechnetem Verkehrsaufkommen, rund 3.000 Fahrten. Die Gemeinden sehen vor allem die Belastung der Ortszentren durch Verkehr als problematisch an: "Das betrifft dann alle Gemeinden, wenn die LKW‘s durch die Orte zur Deponie müssen", sagt Alt-Bgm. LA Ing. Alois Margreiter (ÖVP). "Ich verstehe ohnehin nicht, warum man Deponien an den entlegensten Orten anlegt."


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