Helmuth Mühlbacher bemalte den einst tristen und grauen Betonblock in Münster. "Stefano" und "Sarsi" sollen auch in einigen Jahren die Geschichte der COVID-19 Pandemie erzählen.

Heizwerk Münster: "Stefano" begegnet "Sarsi"

Helmuth Mühlbacher machte es sich zur Aufgabe das Fernwärme-Heizwerk in Münster malerisch zu gestalten. Die farbliche Gestaltung dient als Mahnmal zur Pandemie.

MÜNSTER In Münster wurde im Jahr 2020 ein Fernwärme-Heizwerk gebaut, das mit bio-erneuerbaren Holzschnitzeln beheizt wird – ein grauer Betonbau, der für die Landschaft kein gutes Bild machte. Helmuth Mühlbacher hatte eine Idee, diesen Betonklotz ansehnlich farblich zu gestalten. Mit Einverständnis des Unterhalters Josef Ampferer setzte er die Gestaltung in die Tat um. Nach rund 50 Arbeitsstunden verwandelte sich der einst nüchterne Bau in ein schickes Schmuckkästchen.

"Stefano" als Streitschlichter

"Ich hatte die Idee, das Heizwerk unter dem Thema "COVID-19" zu bemalen. In einigen Jahren soll es dann als eine Art Mahnmal für die Nachwelt dienen", sagt Mühlbacher. Im gemalten "Brennofen" finden teuflische "COVID-Gestalten" ihr Ende. Die Ostwand zeigt eine überdimensioniert lachende Sonne, darunter eine von Bienen und Schmetterlingen besuchte Blumenwiese. "Als Stefanus-Freund ging es mir auch darum, "St. Stephanus" als Patron der Kutscher, der Pferdeknechte, Zimmerleute, Schneider und Gestalter ins Spiel zu bringen", sagt Mühlbacher. Er verpackte ihn als eine Art Märchen und malte ihn als "Stefano" auf einem Fliegenpilz sitzend. "Er hält drei Steine in der Hand, wirft diese allerdings nicht auf seinen vor ihm sitzenden Feind "Sarsi", sondern ruft ihm zu: 'Lasst uns miteinander Stufen, Brücken und bewohnbare Häuser bauen!'", erzählt Helmuth Mühlbacher.


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