In Wörgl wurden christliche Symbole geschändet. Bgm. Michael Riedhart und Stadträtin Elisabeth Werlberger (beide ÖVP) fordern die sofortige Wiederanbringung.
Glaubens-Symbole von Lehrern geschändet
An der Sportmittelschule Wörgl wurden Kreuze abgenommen. Damit nicht genug: Übermotivierte Junglehrer sollen die Symbole des christlichen Glaubens zerstört und in den Müll geworfen haben – obwohl laut Gesetz in jeder Klasse ein Kreuz hängen muss.
WÖRGL Wer erinnert sich nicht an die teils abgehaltenen Morgengebete vor der ersten Schulstunde? Der Lehrer kommt in die Klasse, die Schüler stehen von ihren Stühlen auf und drehen sich in Richtung Kreuz, das an einer der vier Wände hängt... Nur: In der Sportmittelschule Wörgl ist das nicht so einfach: Es gibt dort nämlich in einigen Klassen keine Kreuze mehr!
Kreuze abgehängt, entsorgt
Eltern berichteten vor kurzem der Stadtgemeinde Wörgl, dass jemand die Kreuze in den Klassenräumen entfernt hat. "Demnach wurden Kreuze abgehängt, einige wurden sogar zerstört und im Müll aufgefunden", heißt es in einer offiziellen Meldung der Gemeinde. Eine Schändung von Glaubenssymbolen. Junglehrer hätten über die Jahre hinweg die Glaubenssymbole nach und nach entfernt – offenbar teils schon vor Direktor Gottfried Schneiders Amtszeit.
Für Bgm. Michael Riedhart (ÖVP) ist die Lage klar: "Wir erwarten die rasche und vollständige Wiederanbringung der Kreuze in allen betroffenen Klassenräumen. Zugleich ist es mir ein großes Anliegen, dass dieser Vorfall lückenlos aufgeklärt wird. Die Hinweise auf 'unbekannte Junglehrer' lasse ich in dieser Form nicht gelten. Als Direktor trägt Gottfried Schneider die Gesamtverantwortung für Vorgänge an seiner Schule. Wir erwarten daher eine vollständige und transparente Aufklärung, eine nachvollziehbare Dokumentation der Abläufe sowie klare Konsequenzen, wo sie notwendig sind."
Gesetzlich geregelt
Riedharts Forderung der Wiederanbringung der Kreuze muss die Schule nachkommen – ob sie es will oder nicht. Denn das Anbringen von Kreuzen in Klassenräumen ist in Österreich gesetzlich vorgeschrieben: Nach §2b Religionsunterrichtsgesetz ist in Schulen, an denen die Mehrzahl der Schüler einem christlichen Religionsbekenntnis angehört, in allen Klassenräumen vom Schulerhalter ein Kreuz anzubringen. Das Tiroler Schulorganisationsgesetz verschärft die Lage sogar und erklärt das christliche Symbol in den Pflichtschulen zum Muss.
Die zuständige Stadträtin Elisabeth Werlberger (ÖVP) betonte: "Ich erwarte von der Schulleitung eine sofortige Wiederanbringung der Kreuze, Ersatz der beschädigten Stücke auf Kosten der Verursacher und klare Verantwortlichkeiten."
Zwischenlösung gefunden
Die Glaubenssymbole müssen also schnellstmöglich wieder angebracht werden. Der ROFAN-KURIER erhielt jedoch weder von der Mittelschule, noch von der Bildungsdirektion eine Antwort auf die Anfrage, ob dies bereits geschehen ist. Wie jedoch "Der Standard" berichtete, druckte die Schule Bilder von Jesus am Kreuz auf Zetteln aus. Diese hängen jetzt als "Notfalllösung" in den Klassen, bis die neuen Kreuze da sind. "Konsequenzen für das Abnehmen der Kreuze gebe es keine. Mit der Wiederherstellung des rechtmäßigen Zustands sei die Sache abgeschlossen", berichtete die Wiener Zeitschrift.








