Im Bild: Eine der Geschwister Eberharter mit den Verhandlungs-Schriften und Aufzeichnung des Wasserentsorgungs-Projektes auf dem Grundstück der Kotahornalpe.

Ramsau: Ärger wegen Wasserversorgungs-Anlage

Vor rund 45 Jahren verwirklichte die Gemeinde Ramsau eine Wasserversorgungs-Anlage auf der Kotahornalpe. Das Grundstück gehört den Geschwistern Eberharter, auf die Entschädigung warten sie bis heute...

ZELL AM ZILLER/RAMSAU Fast 50 Jahre ist es her, dass die Geschwister Eberharter mit dem damaligen Ramsauer Bürgermeister Verhandlungen über ein Projekt zur Wasserversorgung führten. Der Familie Eberharter gehört nämlich ein Grundstück auf der Kotahornalpe. Einer der Vertragspunkte: Die Eigentümer stimmen dem Projekt "Wasserversorgung" aus den Quellen der Kotahornalpe zu, die Gemeinde darf das Wasser aus den Quellen entnehmen. Gemeinsam mit der Landwirtschafts-Kammer und der Wildbachverbauung erarbeiteten sie eine umfangreiche Protokollierung. Die Geschwister Eberharter sind für die Bestimmung eines Sachverständigers zuständig. Er ermittelt die zustehende Entschädigung für den Gebrauch der Quellen.

Fehlende Entschädigung

In der Folge wurde die BH Schwaz tätig, das Verhandlungsergebnis 1975 nahm man zur Kenntnis. In der Gemeinderats-Sitzung vom 6. Dezember 1975 fasste die Gemeinde zudem einen einstimmigen Beschluss. Es stellte sich aber in der Folge heraus, dass die Gemeinde Ramsau das genehmigte Projekt nicht einhielt. Laut den Geschwistern Eberharter entnahm die Gemeinde das Wasser aus insgesamt 14 Quellen, illegal laut Protokollierung. Den beeideten Sachverständiger, DI Bublik, akzeptierte man vor Gericht, doch bis heute warten die Geschwister Eberharter auf eine entsprechende Entschädigung.


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