Seit Juli 2020 trainiert Irene Fuhrmann die Österreichische Fußball-Nationalmannschaft der Frauen, und das mit Erfolg!ÖFB/Christopher Glanzl

ROKU-Interview mit Irene Fuhrmann

Von 6. bis 31. Juli 2022 findet die Fußball-Europameisterschaft der Frauen statt. Zum zweiten Mal nach 2005 trägt England die Endrunde aus. Die Österreicherinnen haben sich souverän qualifiziert und nehmen zum zweiten Mal an einer EM-Endrunde teil. Trainerin Irene Fuhrmann spricht im ROFAN-KURIER-Interview über die Herausforderungen.

ÖSTERREICH Im Juli steht für die österreichischen Fußball-Frauen die Europameisterschaft in England auf dem Programm. Die Österreicherinnen haben sich als Gruppenzweite souverän für die Endrunde qualifiziert. Nach 2017 ist es die zweite Teilnahme bei einer EM-Endrunde. Damals schafften es die Österreicherinnen bis ins Halbfinale. Gegen Dänemark mussten sie sich im Elfmeterschießen geschlagen geben. Österreich trifft in der Gruppe A auf Gastgeber England, Norwegen und Nordirland. Die Titelverteidiger aus den Niederlanden spielen in der Gruppe C, die Rekordsieger aus Deutschland in der Gruppe B. Vom 6. bis zum 18. Juli werden die Gruppenspiele absolviert. Das Viertelfinale steigt vom 20. bis zum 23. Juli und das Halbfinale am 26. und 27. Juli. Anpfiff für das Finale ist am 31. Juli um 18:00 Uhr. Vor der EURO sprach der ROFAN-KURIER mit Nationalteam-Trainerin Irene Fuhrmann.

Im Juli steigt die Fußball-Europameisterschaft der Frauen in England mit österreichischer Beteiligung. © ÖFB/Christopher Glanzl

"Gelebter Zusammenhalt"

ROKU: "Wo sehen Sie die Unterschiede vom österreichischen Frauen-Nationalteam zu den anderen Nationalteams?"
FUHRMANN: "In Österreich haben wir noch eine sehr junge Geschichte im Frauenfußball, vor allem im internationalen Vergleich. Umso wichtiger ist es, stetig mehr Mädchen und Frauen für den Fußball zu gewinnen, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Gerade im letzten Jahrzehnt hat der ÖFB kontinuierlich Maßnahmen gesetzt, sowie die Rahmenbedingungen zuerst im Spitzenbereich adaptiert, um international konkurrenzfähig zu werden. Speziell in den vergangenen Jahren wurde auch verstärkt Augenmerk auf die Förderung der Breite gelegt."

ROKU: "Was ist das Besondere am Österreichischen Frauen-Nationalteam?"
FUHRMANN: "Das Außergewöhnliche an unserem Frauen-Nationalteam ist sicher der gelebte Zusammenhalt und die Teamkultur. Jede Spielerin versucht das Team auf und neben dem Platz besser zu machen. Gemeinsam streben wir nach stetiger Weiterentwicklung und investieren sehr viel, um in allen Bereichen besser zu werden. Außerdem haben wir derzeit eine tolle Mischung aus arrivierten Spielerinnen und "jungen Wilden" und konnten somit den Konkurrenzkampf, aber eben auch die Kader-Breite steigern. So konnten Ausfälle speziell in den vergangenen beiden Jahren sehr gut kompensiert werden. Ich bin sehr dankbar, dass ich mit diesen Charakteren zusammenarbeiten darf"

ROKU: "Welche Kriterien mussten Spielerinnen erfüllen, um im Kader zu sein?"
FUHRMANN: "Um ins Nationalteam einberufen zu werden, gilt es, eine gewisse Basis in unterschiedlichen Bereichen (Athletik, Charakter/Persönlichkeit) zu haben und auch unter Druckbedingungen "performen" zu können. Aber vor allem gilt es, eine besondere Stärke mitzubringen, um das Team noch besser zu machen."

Der Kader (unter Vorbehalt)

Tor: Manuela Zinsberger, Isabella Kresche, Mariella El Sherif

Verteidigung: Marina Georgieva, Celina Degen, Julia Magerl, Katharina Schiechtl, Lainie Fuchs, Laura Wienroither, Viktoria Sophie Schnaderbeck, Carina Wenninger, Virginia Kirchberger, Verena Hanshaw

Mittelfeld: Katharina Elisa Naschenweng, Maria Plattner, Barbara Dunst, Sarah Zadrazil, Jasmin Eder, Marie-Therese Höbinger, Sophie Hillebrand, Laura Feiersinger, Sarah Puntigam, Julia Hickelsberger, Lisa Kolb, Lisa Marie Makas, Annabel Schasching

Sturm: Nicole Billa, Katja Wienerroither, Stefanie Enzinger


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