Auch ein Kommandant muss anpacken: Ein Blick verrät Kdt. Stefan Egger, dass die Bremsscheibe in Ordnung ist.Huss

Kein Entkommen für Mängel-LKW in Radfeld

Kaputte Bremsen, fehlende Dokumente, Überladung und überschrittene Ruhezeiten. Es gibt nichts, das der Mannschaft der Kontrollstelle Radfeld noch nicht untergekommen wäre...

RADFELD Alles läuft wie ein präzises Uhrwerk: Langsam rollt der LKW bis auf Höhe von Kommandant Stefan Egger. Dieser steht auf einem langen Podest in Augenhöhe mit dem Lenker. Routiniert reicht dieser dem Beamten Führerschein, Personalausweis, Ladepapiere und Zulassung. Ein Kollege kontrolliert auf einem Monitor  das Gewicht der Zugmaschine, der Ladung und das Gesamtgewicht. Das Fahrzeug mit schwedischem Kennzeichen steht nämlich auf einer Verbundwaage. Danach Rundgang ums Fahrzeug: "Ich möchte bitte die Schneeketten sehen", ersucht Egger den Lenker. Dieser steigt aus, öffnet eine Wandverkleidung und zeigt die Winterausrüstung... Dokumente und Gewicht sind in Ordnung. Dennoch: "Der Winterreifen rechts hinten an der Zugmaschine ist beinahe abgefahren" mahnt Egger. Der deutsche Lenker mit dem schwedischen LKW darf aber weiterfahren. Der nächste Kandidat wartet schon: Ein LKW aus Tschechien. Doch auch hier: Alles OK.

36.000 Anzeigen

26 Polizistinnen und Polizisten der Autobahnpolizei Wiesing sind bei der Kontrollstelle Radfeld im Einsatz. Kontrolliert wird 24 Stunden lang an 365 Tagen im Jahr. Aber nicht nur in Radfeld, sondern auch in Kundl, am Brenner, Nauders, Musau und Leisach. Im Jahr 2021 setzte es tirolweit 36.195 Anzeigen im Schwerverkehr. Im Jahr 2020 waren es 33.930 Anzeigen.


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