Vertreter der Stadt und Stadtwerke Schwaz bei der Präsentation von „Wärme Schwaz“.
Statt Import auf lokale Energie setzen
Weltpolitische Geschehen der jüngeren Vergangenheit regen zum Denken an – so auch in Schwaz. Das Projekt „Wärme Schwaz“ zielt auf nachhaltige Wärmeversorgung und Unabhängigkeit von ausländischen Energieträgern ab.
SCHWAZ Ende März präsentierte die Silberstadt zusammen mit den Stadtwerken Schwaz die neue, regionale und unabhängige Wärmeversorgung für die Stadt: Wärme Schwaz. Das Projekt sieht vor, Energie aus gereinigtem Abwasser und Waldrestholz aus heimischer Forstwirtschaft zu gewinnen. Dadurch entsteht klimaneutrale Wärme direkt aus lokalen, erneuerbaren Quellen. Ein unterirdisches Leitungsnetz transportiert die erzeugte Wärme zu den Verbrauchern.
Bgm. Victoria Weber MSc. (SPÖ): „Das Vorhaben Wärme Schwaz kommt gerade richtig, denn für einige öffentliche Gebäude, Schulen und Gemeindewohnungen steht in nächster Zeit eine Sanierung der Heizsysteme an.“
GF DI Karl Heinz Greil: „Nur auf Schwaz Ost bezogen werden immer noch 3 Mio. L Öl oder 3 Mio. m³ Gas verheizt. Die primäre Energiequelle der Wärmeversorgung kommt bei diesem Projekt aber direkt aus der Region.“
Vize-Bgm. Mag. Martin Wex (WfS): „Man ist davon ausgegangen, russisches Gas wird auf ewig günstig zur Verfügung stehen. Das war letztendlich eine komplette Fehleinschätzung.“
Das Wärmenetz wird zunächst im Gemeindegebiet östlich des Lahnbachs umgesetzt – wo auch die geplanten Standorte der Wärmeerzeugung liegen: Das Betriebsgelände der Stadwerke und die Firma Syncraft. Ein Jahr nach Projektumsetzungsentscheidung soll mit dem Bau der Erzeugungsanlagen begonnen werden. Die ersten Lieferungen erfolgen ein Jahr nach Baubeginn. Ein schrittweiser Ausbau auf weitere Gemeindegebiete geschieht bis in die 2030er Jahre. Aktuell wird das Projekt noch mit 30-35 Prozent gefördert.




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