Kristin Berglund hat den Berliner Höhenweg (90 Kilometer und 7.000 Höhenmeter) in unter 24 Stunden bezwungen und legt somit die „Fastest Known Time“ der Damen auf dieser Strecke fest.CrazyProjects/Philipp Reiter

Berglund: Schnellste Frau am Berliner Höhenweg

Sechs Tage braucht man normalerweise um den Berliner Höhenweg mit seinen 90 Kilometern und 7.000 Höhenmetern zu überwinden. Die Trailrunnerin Kristin Berglund schaffte die Strecke in unter 24 Stunden und erreichte die "Fastest Known Time" der Damen.

ZILLERTAL "Ich war noch nie so glücklich, einen Lauf beendet zu haben", sagt Trailrunnerin Kristin Berglund. Sie hat als erste Frau den Berliner Höhenweg in unter 24 Stunden bezwungen. Begleitet wurde sie dabei von der Zillertaler Trailrunning-Legende Markus Kröll. Der Berliner Höhenweg führt durch den Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen.

Schlecht-Wetter-Front

"Die fast 24 Stunden hatten es wirklich in sich", erzählt Berglund. "Als uns die ersten Sonnenstrahlen erreichten, waren wir schon bei der Olperer Hütte. Bei der Lappenscharte gab es Schneefelder, über die wir gerutscht sind. Am späteren Nachmittag traf allerdings meine schlimmste Befürchtung ein: Uns erreichte eine Schlechtwetterfront genau bei einer der schwierigsten Stellen, dem technischen und sehr langen Siebenschneide-Weg. Wir hatten auch keine Möglichkeit mehr, den Lauf abzubrechen. Nach unendlich langen fünf Stunden durch Regen und Sturm erreichten wir endlich die Karl-Edel-Hütte, von dort ging es direkt ins Tal."

Kristin Berglund bezwang den Berliner Höhenweg. © Crazy Projects / Philipp Reiter

Start und Ziel der Runde war das Europahaus in Mayrhofen. Begleitet wurde Berglund auf Teilstrecken nicht nur von Teamkollegen und Freunden, sondern auch auf der gesamten Strecke von Lokalmatador Markus Kröll. "Nach 20 Stunden auf den Beinen ist man einfach in einer sehr schwierigen Phase – Schlechtwetter kommt hier noch erschwerend hinzu. Da muss man sich durchbeißen. Es war ein großartiges Gefühl, Kristin auf ihrem Weg zu begleiten“, sagt Kröll. Berglund weiß: „Ohne mein Team wäre es nicht möglich gewesen, das Ziel zu erreichen!"
Für die organisatorische Abwicklung des Laufs verantwortlich waren Caroline Gredler und Philipp Reiter von CrazyProjects.


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