Langläufer Moser: Ohne Weltcup-Start zur Heim-WM

Vor der WM in Seefeld wird kaum jemand den 21-jährigen Langläufer Benjamin Moser gekannt haben. Nun durfte sich der eigentlich als Ersatzmann angereiste Moser im WM-Sprint in Seefeld beweisen. Der Achentaler erreichte im Prolog Platz 59 – für ihn war es ein "mega Erlebnis".

SEEFELD Erst vier Tage vor der Heim-Weltmeisterschaft bekam Langlaäufer Benjamin Moser Bescheid, dass er beim WM-Sprint in Seefeld starten darf: "Es ist mega cool und ich habe es absolut nicht erwartet", erzählt Moser im ROFAN-KURIER-Interview.

U23-WM und Europacup im Planica

Qualifizieren konnte sich der Achentaler durch starke Leistungen bei der U23-Weltmeisterschaft in Finnland. Moser erreichte den 14. Platz im Qualifikationslauf für den Sprint und den 23. Platz im Finale: "Am Tag X hat es funktioniert und ich bin einen super Prolog gelaufen", sagt Moser. Die minus 18 Grad in Lahti waren zwar ungewohnt, aber "mit vier Hosen und so vielen Jacken wie möglich konnten wir auch trainieren", lacht Moser. Wegen der Kälte wurde aber weniger trainiert als normal.
Neben der U23-WM dürften Benjamin Hofer auch die starken Leistungen im Europacup in Planica (SLO) zu seinem Karrierehighlight verholfen haben: Kurz vor Seefeld erreichte er im Planica-Prolog den siebten Platz und wurde damit bester Österreicher. Ein Prestige-Erfolg, vor allem weil fast alle Österreicher (bis auf Österreichs Nummer Eins im Langlauf Dominik Baldauf) am Start waren.
"Die restliche Saison lief für mich eher durchwachsen", sagt Moser. Teils hatte er sehr gute Platzierungen – er erreichte heuer im Europacup zwei Mal die Top 15 – teilweise war Moser nicht mit seinen Leistungen zufrieden.

Ohne Erwartungen gestartet

"Mein Ziel für die Heim-WM ist es, Erfahrungen zu sammeln und mich nicht überrumpeln zu lassen", sagte der Achentaler vor der Heim-WM – im Sprint-Prolog erreichte Moser den 59. Platz. Er verpasste die KO-Runde: "Das Rennen war mega anstrengend heute. Ich hatte recht 'zache Haxn'. Das große Highlight war ja schon, dass ich dabei sein durfte", sagt Moser nach dem Rennen im ORF-Interview. Der Start in Seefeld war eine "Mega-Motivation für meine zukünftige Karriere." Moser möchte öfter bei solchen Rennen am Start sein und "hoffentlich kann ich bei einem Großereignis einmal ein starkes Ergebnis einfahren", meint der Achentaler.

Moser: "Will nächstes Jahr in den Weltcup"

Diese Saison stehen für Moser noch Rennen im Europa-Cup an, nächstes Jahr will er mehr: „Nächstes Jahr sind Weltcup-Starts geplant. Außerdem möchte ich in die Top-10 des Europa-Cups!“