Die Tirolerin Laura Stigger hat das Straßen-Rennen der Juniorinnen im Zielsprint gegen die Französin Marie le Net (rechts, 2. Platz) und die Kanadierin Simone Boilard (hinter ihr, 3. Platz) gewonnen!Innsbruck-Tirol 2018/BettiniPhoto

Rad-WM: Sensations-Gold für Laura Stigger!

Die Rad-WM 2018 brachte neben Verkehrs-Einschränkungen auch Spitzenleistungen! Laura Stigger holte sogar Gold für Österreich! Eine kleine sportliche Sensation...

TIROL Österreichs Radfahrer inmitten der Weltelite: Und das in Tirol! Was für ein Ereignis... Und eine sticht aus der Masse hervor: Die Tirolerin Laura Stigger konnte beim Straßenrennen der Juniorinnen den ersten Platz "erfahren". "Das hätte ich überhaupt nicht erwartet. Ich wollte nur Spaß haben, dass ich gewinne, ist unglaublich", sagte die Athletin. Eigentlich ist Stigger Mountainbikerin... In dieser Disziplin gewann sie heuer bereits WM-Gold.

Mountainbikerin auf der Straße

In den anderen Disziplinen konnten die Österreicher zwar mit der Weltspitze mithalten, Medaillen gab es aber keine mehr. Am ersten Tag fand das Mannschaftszeitfahren der Damen statt– ohne österreichische Beteiligung. Das Siegerteam kam aus Deutschland. Bei den Herren gewann das belgische Quick-Step-Team. Das Team Vorarlberg Santic wurde 14. und das Tirol Cycling Team schaffte mit Platz 17 einen Achtungserfolg.


Einige Rennen führten direkt an der ROFAN-KURIER-Redaktion vorbei. ©ROFAN-KURIER

Bei den Einzelzeitfahren der Juniorinnen gewannen Rozemarijn Ammerlaan (NED). Bei den Herren U23 erreichte der Tiroler Lokalmatador Patrick Gamper den 12. Platz. Der Sieg ging an Mikkel Bjerg (DEN). Valentin Götzinger war bei den Junioren als 24. der beste Österreicher – gewonnen hat Remco Evenepoel (BEL). Bei den Elite-Bewerben gewannen Annemiek van Vleuten (NED) und Rohan Dennis (AUS) – Martina Ritter (25.) und Matthias Brandle (26.) waren die besten Österreicher. Bei den Straßenrennen überraschte Laura Stigger bei den Juniorinnen und holte wie erwähnt WM-Gold. Bei den Junioren holte sich Remco Evenepoel (BEL), der bereits das Zeitfahren der Junioren gewinnen konnte, den Sieg. Jakob Reiter war mit Platz 57 der  beste heimische Fahrer. Sieger Evenepoel verlor übrigens durch einen Sturz zwei Minuten, kämpfte sich zurück und gewann dennoch mit einer Minute Vorsprung!


Der Österreicher Jakob Reiter (rotes Trikot) in Kramsach beim Anstieg "Am Bergl". Er kam mit 18 Minuten 15 Sekunden Rückstand als 57. ins Ziel. © ROFAN-KURIER

Beim Straßenrennen der U23 startete mit Mario Gamper der zweite der Münsterer "Gamper-Boys" – er konnte diesen Bewerb aber leider nicht beenden. Den Sieg holte sich mit Marc Hirschi ein Schweizer. Bester Österreicher wurde Marcel Neuhauser als 28.
Die beiden Elite-Rennen brachten keine Überraschungs-Sieger. Bei den Damen setzte sich mit Anna van der Breggen (NED) die amtierende Olympia-Siegerin durch. Bei den Herren gewann Alejandro Valverde (ESP). Die Österreicher konnten nicht im Spitzenfeld mitfahren. Bei den Damen wurde Angelika Tazreiter 59., bei den Herren erreichte Michael Gogl als bester Österreicher Platz 45.