Torhüter Johannes Kreidl gehört beim SV Ried zum Stammpersonal. In der Hinrunde der Ersten Liga kassierte er in 15 Spielen zehn Tore.SV Ried/Scharinger

Zillertaler Wikinger will in die Bundesliga

Der 22-jährige Torhüter Johannes Kreidl spielte bereits in Hamburg, in Kuopio (Finnland) und in Nürnberg. Seit dieser Saison spielt der Zillertaler bei der SV Ried in Oberösterreich und die Mannschaft hat nur ein Ziel: Den Aufstieg in die Österreichische Fußball-Bundesliga.

FÜGEN/RIED Nur zehn Gegentore in 16 Spielen. Die Hinrunden-Bilanz von Torwart Johannes Kreidl lässt sich sehen. In diesen 16 Spielen blieb der Zillertaler Schlussmann der SV Guntamatic Ried neun Mal ohne Gegentor. "Ich war zufrieden mit den Hinrunde, aber es gibt noch Luft nach oben", sagt Kreidl im ROFAN-KURIER-Interview. Er möchte vor allem kleine Fehler vermeiden und präsenter im Tor sein.

HSV, KuPS und 1. FCN

Mit seinen 22 Jahren kam Kreidl bereits auf einige Vereine zurückblicken. Er begann seine Karriere in Fügen, wechselte 2014 zur zweiten Mannschaft des FC Wacker Innsbruck und gleich darauf zum Hamburger SV.
In Hamburg gab es Höhen und Tiefen: „Die ersten vier Monate waren ein Wahnsinn. Ich konnte gleich mit den Profis mittrainieren.“ Er absolvierte dort die Vorbereitung mit den routinierten Torhütern Jaroslav Drobny und Rene Adler. Es folgten Trainer-Wechsel beim HSV und der neue Trainerstab setzte nicht mehr auf den Zillertaler – Kreidl strebte dann eine Leihe an.
Nach Finnland. Eine Saison spielte er für Kuopion Palloseura. Als Stammtorhüter bekam er in 32 Spielen (wettbewerbsübergreifend) 34 Tore. "Es war der richtige Schritt", sagt Kreidl über die Zeit in Finnland – sowohl sportlich, als auch privat.
Danach ging es zurück nach Deutschland, zum 1. FC Nürnberg – wo er in der vierten Liga zum Einsatz kam. Er sollte in der zweiten Mannschaft Spielpraxis bekommen und bei den Profis mittrainieren. Im zweiten Jahr beim FCN saß er öfters auf der Ersatzbank der Profis. In diesem Jahr stiegen die Nürnberger in die Bundesliga auf..

Aufstieg als Ziel

Nun kämpft er mit dem SV Ried um den Aufstieg in die Bundesliga. "Johannes ist ein sehr angenehmer, aufgeschlossener, intelligenter 'Bua', der sehr gut in die Mannschaft integriert ist. Er ist trotz seiner Größe sehr dynamisch, bei Flanken sehr gut und hat eine gute Spielübersicht und Spieleröffnung", sagt Ried-Trainer Gerhard Baumgartner.
Ob Kreidl als Stammtorhüter in die Rückrunde geht, möchte Baumgartner zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung noch nicht sagen. Der Zillertaler matcht sich mit Filip Dmitrovic um den Stammplatz im Tor: "Beide sind sehr gute Torhüter und haben die Chance auf den Stammplatz", sagt der Trainer - er traut Johannes Kreidl die Bundesliga durchaus zu. "Bei entsprechender weiterentwicklung hat Kreidl eine gute Karriere vor sich", sagt Trainer Baumgartner im Gespräch mit dem ROFAN-KURIER.
Das Ziel für die SV Ried ist aber klar: Aufstieg in die Bundesliga. Vor Beginn der Rückrunde sind die Wikinger aus Ried noch sechs Punkte hinter der WSG Wattens, aber Kreidl verspricht: „Wir werden alles dafür geben, dass wir in die Bundesliga aufsteigen!“

Schlagerduell in der zweiten Runde

Die SV Guntamatic Ried startet am 23. Februar in die Rückrunde der Ersten Liga. Am 2. März findet gleich das Schlagerduell gegen die WSG Wattens in Tirol statt. Ein wichtiges Spiel, für beide Mannschaften...