Die Leserbriefe spiegeln nicht die Meinung der ROFAN-KURIER-Redaktion wieder.Pixabay

Quarantäne in Tirol

Seit Mitternacht am 18. März stehen alle Tiroler Gemeinden unter Quarantäne. Bürger dürfen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, ihr Gemeindegebiet nicht mehr verlassen.

Angesichts der hohen Zahl an Coronafällen in Tirol eine durchaus verständliche und notwendige Maßnahme.

Doch warum ist ausgerechnet Tirol der Hotspot bezüglich  Anzahl der Coronainfizierten in Österreich? Die Nähe zu Italien kann es auch nicht sein, das trifft nämlich auch für Kärnten zu. Bleibt nur noch der Verdacht, dass einige unserer Touristiker, vor allem im Paznauntal und am Arlberg ein gerüttelt Maß an dieser Misere mit zu verantworten haben.

Wie den diversen Medien zu entnehmen war, hat Island bereits am 5. März bekannt gegeben, dass sechs Personen, die in Ischgl auf Schiurlaub waren, positiv auf COVID-19 getestet wurden. Trotzdem wurde im Paznauntal und in anderen Skigebieten noch munter bis 15. März weiter ski- und liftgefahren, sowie dem "Apres Ski" gefrönt.

Verantwortungsbewusstsein und die, in diesen Tagen so massiv eingeforderte Solitarität, scheinen wohl für diese Damen und Herrn Fremdwörter zu sein. Diese egoistische und von Geldgier getriebene Einstellung, ist mit Nachdruck zu verurteilen. Es ist nur zu hoffen, dass sich dieses, durch nichts entschuldbare Verhalten, bei der Zuteilung der von der Regierung beschlossenen Hilfsmaßnahmen, auch Berücksichtigung finden wird. Die in dieser Angelegenheit von einigen wenigen Touristikern gepflegte Ignoranz sollte nicht auch noch belohnt werden!

Lothar Moser, Kramsach


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