Die Bildung der Kinder erfolgt auch nach der Teil-Öffnung der Schulen zu Hause. Damit nicht alle durchdrehen hier einige Tipps...

Schule daheim bringt Eltern an die Grenzen...

Ein ganzer Staat lagert aktuell den Bildungs-Auftrag praktisch an die Eltern aus. Nicht alle Lehrer haben die Anordnung, bis Ostern keinen neuen Stoff durchzunehmen, eingehalten. Etliche Eltern können ihren Kindern beim Umsetzen der Aufgaben nur bedingt Hilfestellung geben.

ÖSTERREICH Ein ganzer Schüler-Jahrgang kommt aktuell in Österreich und auch in anderen Ländern der Welt bildungs-technisch mehr oder weniger in Verzug. Einerseits sollten die Lehrpersonen bis nach Ostern keinen neuen Stoff durchmachen. Andererseits sollen sie aber zum Ende des Jahres ihren Lehrplan erfüllt haben.

Kein Wunder, dass da manche Lehrer trotzdem auch schon vor Ostern neuen Stoff gemacht und die Kinder samt Eltern ins Eigenstudium geschickt haben. Nur: Viele Eltern können den Kindern, vor allem an höheren Schulen oder auch an der Neuen Mittelschule kaum noch helfen. Und viele Schulbücher sind alles andere als gut geschrieben oder "selbsterklärend". Es ist eben doch ein Unterschied, ob die Schüler in der Schule ausgebildete Lehrpersonen um eine Erklärung bitten können, oder ob sie sich – wie Studenten (und die schaffen das oft kaum) – einiges selbst erarbeiten müssen.

Kluft befürchtet

Experten befürchten daher, dass es nach der Krise eine Kluft in der Entwicklung geben wird. Und zwar zwischen Schülern aus einfacheren Verhältnissen und Schülern, deren Eltern, aufgrund ihrer Ausbildung, mehr helfen können. Hinzu kommt, dass es manche Schulen immer noch nicht geschafft haben, den Kindern ordentliche Wochenpläne zusammenzustellen, die einen Tages-Fahrplan vermitteln und somit die Eltern entlasten. Mehr noch: Manche Lehrer posten um Mitternacht Arbeits-Aufträge, die am nächsten Tag erfüllt sein sollen, was viele Eltern ärgert!

Aufgaben wenig koordiniert

Ein Problem ist teilweise, dass manche Lehrpersonen die Aufträge für die Schüler wenig koordinieren. Vor allem an den Mittelschulen. So gibt es Tage, an denen die Schüler stundenlang arbeiten müssen und Tage, an denen sie nach zwei Stunden ihre Aufträge erledigt haben. Das ärgert einige Eltern. Stichwort Wochenplan!

Unterricht daheim bis Sommer?

Wie der ROFAN-KURIER erfahren hat, wurden Lehrpersonen bereits vor Ostern darauf vorbereitet, dass die Schüler in diesem Schuljahr womöglich keinen geregelten Unterricht mehr besuchen werden, auch wenn man nun die Schulen ab Mitte Mai teilweise hochfahren möchte. Vor allem Alleinerzieher/innen sind dadurch massiv unter Druck: Während Mama eine Video-Konferenz mit dem Chef abhält, brennt ihr das Essen an und ihr Zwölfjähriger soll auf Moodle an ihrem Laptop an einem Blitz-Lesetest teilnehmen...

Überlebens-Tipps

a.) Positiv denken... Wer sich auf das "Drama" konzentriert, wird es auch erleben.
b.) Die Hausarbeit aufteilen und auch den Kindern fixe Pflichten geben. Das entlastet die Eltern und beschäftigt die Kinder.
c.) Den Tagesablauf strukturieren, machen Sie einen Tagesplan.
d.) Loben Sie den Partner oder die Kinder auch. Ansonsten baut sich eine Spirale von negativer Stimmung auf.
e.) Planen Sie Zeit für Gespräche mit den Kindern ein. Sie haben momentan niemand sonst!
f.) Helfen Sie Ihren Kindern aktiv beim Kontakt-Halten mit Freunden: Nicht nur via Facebook oder Whats-App. Erklären sie ihnen, wie z.B. "Skypen" geht oder ermuntern Sie die Kinder zu "echten" Telefon-Anrufen.
g.) Bleiben Sie fit!


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