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E-Autos rechnen sich für Firmen schneller!

Montag, 25 Januar 2016
Freigegeben in AUTO News
Es braucht eine stärkere Ökologisierung des Steuersystems, betont der Verkehrsclub Österreich. Sonst ist die im Klimaabkommen von Paris festgelegte „Entkarbonisierung“, was eine erdölfreie Mobilität bedeutet, in den kommenden 35 Jahren nicht zu schaffen.

Österreich - Die Zahl der neuzugelassenen E-Autos ist 2015  um ein Drittel gestiegen. Mit 0,5 Prozent ist der Marktanteil aber nach wie vor niedrig. Der VCÖ weist darauf hin, dass zwei Drittel der neuen E-Autos auf „juristische Personen“, also Unternehmen, Organisationen oder öffentliche Stellen, zugelassen sind.

36,7 Prozent Zunahme

„Die E-Autos kommen in Österreich langsam in Fahrt“, sagt aber VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Fast die Hälfte der neuzugelassenen E-Autos sind Fahrzeuge der Mittelklasse, jedes vierte ist ein Kleinwagen. Im Bundesländer-Vergleich weist Salzburg mit 0,71 Prozent den höchsten Anteil an allen neu zugelassenen Pkw auf.

Firmen haben am meisten

Der Großteil, 68 Prozent, der E-Autos ist auf „juristische Personen“ neu zugelassen „E-Autos sind in der Anschaffung teurer, aber im Betrieb billiger. Werden E-Autos viel gefahren, rechnen sie sich schneller“, erläutert VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Mit 2016 sind zudem E-Autos, die als Firmenwagen privat genutzt werden, vom Sachbezug befreit. Für Autos, die laut Herstellerangaben weniger als 130g CO2 / km verursachen, beträgt der Sachbezug 1,5 Prozent des Anschaffungspreises, maximal 720,- EURO pro Monat, sonst 2 Prozent. Angesichts der Tatsache, dass laut Umweltbundesamt die Neuwagen beim Fahren auf der Straße im Schnitt um 27 Prozent mehr CO2 verursachen als auf dem Papier steht, sei die CO2-Grenze von 130 Gramm laut VCÖ viel zu hoch.

Erdöl-Unabhängigkeit

Mit Strom kann sich Österreich selber versorgen, Erdöl muss aus Staaten mit oft fragwürdigen Regimes importiert werden, so der  VCÖ. Im Jahr 2014 kam mehr als die Hälfte von Österreichs Rohölimporten aus Saudi-Arabien, Libyen und Kasachstan.
Die Autohersteller seien gefordert, mehr Modelle auf den Markt zu bringen, auch Kleintransporter. Gerade im städtischen Lieferverkehr wären E-Fahrzeuge sehr gut geeignet, es mangelt aber an gut geeigneten Fahrzeugen.
„Es ist zu hoffen, dass die europäische Autoindustrie die richtigen Lehren aus dem Dieselskandal zieht und in Zukunft ihre Strategien auf emissionsfreie Fahrzeuge ausrichtet“, sagt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen abschliessend.
© Rofankurier