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Die Serie „Breaking Bad“ ist zwar schon lange abgedreht, ihre Thematik sorgt aber für schlaflose Nächte bei heimischen Drogenfahndern: Crystal Meth. Die Droge verbreitet sich von Tschechien aus auf den österreichischen Markt. Ihr Marktanteil ist mittlerweile eben so hoch wie der von Canabis (Marihuana).

Österreich/Tirol
In der Serie "Breaking Bad" wird Hauptdarsteller "Walter White" mit einer harten Diagnose konfrontiert: Er hat Krebs! Die Therapie dafür müsste der Chemie-Lehrer aber selbst bezahlen. Dafür fehlt ihm das Geld. Also beginnt er mit Hilfe seines ehemaligen Schülers, "Jesse Pinkman", Crystal Meth zu kochen.
Er macht seine Sache gut: Der Stoff ist "lupenrein" und aus der anfänglichen Geldbeschaffung für seine Therapie wird ein Drogen–Imperium. Seine Familie zerbricht, Freunde sterben, am Ende sterben alle... Trotzdem: Die Serie enthält viele Elemente, die das Kochen und Verkaufen von Crystal glorifizieren, es beinahe salonfähig erscheinen lassen. Zumindest wurde Crystal mit der Serie erst einem breiten Publikum bekannt: Viele wussten vorher nicht, was das ist.
Auch wenn die deutsche Erstausstrahlung der ersten Staffel von "Breaking Bad" erst 2008 stattfand, ist diese Droge keinesfalls neu. Erstmals hergestellt wurde sie bereits 1893 vom japansichen Chemiker Nagayoschi Nagai.
Im Zweiten Weltkrieg wurden Met–Amphetamine in schwächerer Form in Schokolade eingearbeitet und als "Panzerfahrer-Schokolade" unter den Soldaten Nazi–Deutschlands verteilt. Es wurde vor allem während der Blitzkiege gegen Polen und Frankreich eingesetzt. Auch Hitler selbst soll abhängig gewesen sein...

Wirkung

Der Grund für die Verwendung im Krieg war die Wirkung vom Met–Amphetamin auf die Soldaten. Crystal Meth unterdrückt Müdigkeit, Hungergefühl und Schmerz und sorgt außerdem für ein kurzzeitig massives Ansteigen des Selbstvertrauens. Die Motivation der Soldaten stieg dadurch enorm. Aus diesen Gründen findet die Droge auch heutzutage reißenden Absatz. Sie dient als Aufputschmittel in verschiedenen Situationen. Egal ob zum Arbeiten oder zum Partymachen. Gestresste Hausfrau? Geforderter Manager? Alleinerziehende Mutter? Kein Problem! Crystal hilft! In den USA und Deutschland sind bereits ganze Landstriche mit der Droge infiziert.
Eine Mutter aus Deutschland erzählt: "Mein Partner hat mich verlassen, ich war mit unserer Tochter allein, musste aber auch noch arbeiten gehen, um uns durchzubringen. Da kam ich auf Crystal. Anfangs hat es gut funktioniert ... aber schnell drehte sich alles nur noch um die Droge. Meine Tochter war mir völlig egal. Ich war teils 4 oder 5 Tage am Stück wach. Dann schlief ich fast 30 Stunden durch..." Als die junge Mutter eines Tages nach einer Drogen–Ohnmacht zu sich kommt, ist ihre Tochter verschwunden. In Panik läuft sie durch den Ort. Ihre 5–jährige Tochter konnte die Mutter nicht aufwecken und machte sich in Gummi-Stiefeln und Unterwäsche auf den Weg...
"Das war für mich der Punkt, an dem ich Hilfe suchte. Aber es ist so schwer. Es ist mein dritter Entzug. Crystal lässt dich nicht mehr los ... diesmal will ich es schaffen", hofft die deutsche Mutter. Ihr Kind hat man ihr mittlerweile weggenommen.
Als Nebenwirkungen treten irreparable Schäden am Gehirn und am Körper auf, dazu kommen  Wirklichkeits– und Persönlichkeitsverlust oder Paranoia auf Grund von Schlafentzug. Konsumenten werden irrational und aggressiv. Sie berauben die eigene Familie, verkaufen ihren Körper oder den ihrer Kinder, um das Geld für Crystal zu haben. Etwa 5.000,- bis 6.000,- Dollar kostet eine echte Crystal–Sucht pro Monat. Crystal Meth macht übrigens nach dem ersten Konsum süchtig. Egal ob die Droge geschnupft, geraucht oder intravenös gespritzt wird.

Amerikas "War on Drugs"

Im Amerikanischen Bundesstaat Montana waren im Jahr 2000 über 13% aller Jugendlichen abhängig von Crystal Meth! Durch eine Präventionskampagene mit dem Namen "The Montana Meth Project" konnte diese Zahl bis 2009 auf 3% gesenkt werden. "The Montana Meth Project" setzte vor allem auf TV-Werbespots. Sie hatten das Ziel, den Jugendlichen zu vermitteln, was Crystal mit ihnen macht. Diese Werbespots sind brutal und hart. Man findet sie noch auf Youtube. Durch diese Präventiv–Werbespots konnte die Droge zurückgedrängt werden. Innerhalb von zwei Jahren sank der Konsum der Horror-Droge um 40% und die Beschaffungs–Kriminalität, mit der sich die Jugendlichen ihre Sucht finanziert haben, ging sogar um 62% zurück.
Doch Amerika hat keine Ruhe: Skrupellose mexikanische Drogenkartelle verbreiten qualitativ hochwertiges Crystal zu Dumpingpreisen und fassen so am Markt erneut Fuß. Die Drogenbarone schrecken vor nichts zurück:  Gewalt, Korruption oder sogar Menschenhandel stehen auf der Tagesordnung.

Versorgung Österreichs durch Tschechien

Den deutschsprachigen Crystal–Markt haben nicht die Mexikanischen Drogenkartelle in der Hand. Hier sind es die Tschechen, die das Gebiet mit Crystal Meth versorgen. In Deutschland sind vor allem die Grenzgebiete bereits "gut versorgt". In Österreich drängt die Droge über Ober- und Nieder-Österreich in den Rest der Republik. In Tschechien werden die Drogen in kleinen Laboren hergestellt. Wie bei  "Breaking Bad" wird die Droge mittels Ephedrin und Chemikalien aus Batteriesäure und Abflussreinigern hergestellt. Diese Zutaten sind einfach zu erwerben. Batterien und Abflussreiniger im normalen Supermarkt, Ephedrin wird in Medikamenten gegen Asthma oder Schnupfen eingesetzt. Obwohl der Crystal-Konsum in Österreich bereits das Niveau von "Gras" erreicht hat, gibt es noch keine Präventions–Kampagne.

Prominente Fälle

John F. Kennedy, Elvis Presley oder Sängerin Fergie – die Liste der prominenten Crystal-Konsumenten ist lang. Auch von Stilikone Marilyn Monroe wird behauptet, dass sie währen des berühmten, gehauchten Geburtstagsständchens für JFK und Crystal-Einfluss stand. Trotz dieser promienten Liste an Konsumenten sind Met–Amphetamine keinesfalls nur für die „High Society“ ... (mk/cm)

Regionale Kreisläufe stärken, Kleinbetriebe fördern. Eine funktionierende regionale Wirtschaft schützt vor internationalen Krisen. In Österreich scheint das zu funktionieren: Mit einer Arbeitslosen-Rate von 6,7% ist Österreich „Klassenbester“.

ÖSTERREICH/TIROL Laut den kürzlich in Brüssel von der EU vorgelegten Zahlen bleibt Österreich sowohl im laufenden Jahr 2012 als auch 2013 das Land mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit. Demnach beträgt die Arbeitslosenquote in Österreich gemäß EU-Berechnungsmethode 4,5 % (etwa 6,7% nach nationaler Berechnungs-Methode), für 2013 gibt es wohl eine leichte Steigerung auf 4,7 %.
Mit dieser Quote ist Österreich „Klassenbester“. Für Griechenland und Spanien erwartet die EU für 2013 einen negativen Höhepunkt. Für Spanien werden dann 26,6 % vorausgesagt, für Griechenland 24,0 %. 2014 soll es wieder besser werden.
2012 folgen hinter Österreich mit 4,5 % übrigens Luxemburg und die Niederlande (je 5,4 %), Deutschland (5,5), Malta (6,3) und Tschechien (7,0).
Im Oktober waren in Österreich 249.912 Menschen arbeitslos – das sind um 14.906 (6,3 %) mehr als im Oktober 2011. Mit den Arbeitslosen in Schulungen waren insgesamt 322.805 Menschen im Oktober ohne Job. Mit der österreichischen Berechnungs-Methode ergibt das im Vergleich ein Plus von 0,3 Punkten und eine Arbeitslosigkeit von 6,7 % (nach EU-Methode: 4,5%).

Zugleich Rekord-Beschäftigung

Gleichzeitig ist die Zahl der Beschäftigten im Oktober um 33.000 gestiegen, also einmal mehr „Rekord-Beschäftigung“. Das ist kein Widerspruch: Die Zahl der Menschen, die in Österreich arbeiten wollen, steigt deutlich – aufgrund von Zuwanderung aus neuen EU-Ländern, aber auch aufgrund von Menschen, die später in Pension gehen. Aufgrund der besseren Kinderbetreuung gibt es laut AMS auch mehr Frauen am Arbeitsmarkt. Gestiegen ist die Arbeitslosigkeit von Menschen über 50 Jahren (+ 11 %). Für 2013 erwartet man eine geringe Steigerung der Arbeitslosigkeit in Österreich.
Der Tiroler Arbeitsmarkt war im Oktober noch gut aufgestellt.

Tirol im Detail

Bei einem prognostizierten Stand von 297.000 unselbständig Beschäftigten (ein Plus von 5.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 23.931 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 31.10.2012 die Arbeitslosenquote in Tirol 7,5 % (Oktober 2011: 7,4 %), gemäß nationaler Berechnungs-Methode.
„Die Zwischensaison im Tourismus und die abflachende konjunkturelle Entwicklung schlägt sich auch in den Arbeitslosenzahlen nieder, diese bedeuten aber noch keine Trendumkehr am Arbeitsmarkt“, sagt der Landesgeschäftsführer des AMS Tirol, Anton Kern, zu den jüngsten Daten zum Tiroler Arbeitsmarkt. „Saisonalbedingt ist die Arbeitslosigkeit Ende Oktober wie erwartet angestiegen. Zugleich haben wir einen hohen Beschäftigungszuwachs zu verzeichnen und die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen bis 19 Jahren ist sogar rückläufig.
Nach Regionen betrachtet gab es in Kufstein (+6,9 % oder +187) und in Schwaz (+2,4 % oder 65) Arbeitslose zu verzeichnen.
In Österreich waren im Jahr 2011 über 150.000 Menschen als Langzeit-Arbeitslose gemeldet. Davon waren 26.000 Ausländer, das sind etwa 17%.
2011 gab es 835.000 Menschen, die kurz oder längerfristig arbeitslos gemeldet waren. Von den betroffenen Menschen waren 180.000 Ausländer (etwa 21%).
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