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KRAMSACH (klausm) Der Rotary Club Rattenberg lud am Freitag den 05. Jänner zum Neujahrskonzert in das Volksspielhaus Kramsach. Unter der musikalischen Leitung von Dr. Sonja Melzer begeisterten die „Schwazer Saloniker“ erwartungsgemäß das Konzertpublikum. Für den Veranstalter „Rotary Club Rattenberg“ - seine Aufgabe sieht der Club unter anderem darin, förderungswürdige Projekte zu unterstützen - begrüßte dessen Präsident Paul Lorenz im ausverkauften Volksspielhaus (400 Sitzplätze) das Konzertpublikum, unter anderem die Bürgermeister Bernhard Freiberger (Rattenberg), Ing. Rudolf Puecher (Brixlegg), Bernard Zisterer (Kramsach), Vize-Bgm Mag Karin Friedrich (Kramsach).

Leiterin und Stehgeigerin der "Schwazer Saloniker"Dr. Sonja Melzer kam nach erfolgreichem Studium und Abschluss auf der Universität Wien an die Landesmusikschule Kramsach um einige Jahre später, 2006 nämlich, die Leitung der Landesmusikschule Schwaz zu übernehmen. Neben der Musikschulleitung arbeitet Sonja Melzer als Musiklehrerin in Schwaz und leitet obendrein als Stehgeigerin die „Schwazer Saloniker“, einem Orchester welches sich aus Musiklehrern zusammensetzt.

Zur Aufführung in Kramsach kamen Werke von Strauß, Hoffmann, Waldteufel, Linke, Ziehrer, Kálmán, Lehár, Benatzki und Gade – um nur einige Komponisten zu nennen. Solistin war Sopranistin Maria Erlacher, moderiert hat Elmar Kobald, ja und in der Konzertpause gab’s am Buffet Sekt und Brötchen.

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Kramsacher Volksspielhaus-Fest

Sonntag, 27 August 2017
Freigegeben in Lokales
KRAMSACH (klausm) Die Kramsacher Volksspielhaus-Gründervereine Feuerwehr, Männergesangsverein, Musikkapelle, luden am Sonntag den 27. August zum Volksspielhaus-Fest. Musikalisch unterhielt zum Festauftakt die Musikkapelle Brandenberg mit Kapellmeister Wolfgang Marksteiner, danach unterhielten die Ganggalbichler in gewohnt hoher Qualität. Zwischendurch betrat Hans Mittner aus Brixlegg die Bühne und versteigerte unter den Festbesuchern Märsche. Das heißt, Ausrufpreis eines Marsches waren 50,- EURO und jeder konnte nun den Preis, je nach Geldtasche, in die Höhe treiben und ersteigern. Die teuersten Märsche wurden um 350,- EURO ersteigert. Der Hintergrund zu dieser Aktion: Der gesamte Reinerlös aus dieser Festveranstaltung, plus den Einnahmen aus der Marschversteigerung mit Hans Mittner kommt zur Gänze der Erhaltung, Renovierung, Modernisierung des Volksspielhauses zu Gute.

Alles was die Festgastronomie betraf, wurde von den drei Veranstaltervereinen abgedeckt: Schnitzel, Bratwurst, Pommes, g’schmackige Zillertaler- und süße Krapfen waren gaumentechnisch die Renner des Tages. Cafe, Kuchen und außergewöhnliche Wein- und Sektspezialitäten gab’s ebenso wie perfekt gekühltes süffiges Weißbier. Nicht vergessen wurde auf die Kinder der Festbesucher, sie – die Kinder nämlich – nutzten entweder die Hüpfburg des Männergesangsvereines, oder probierten im Probelokal der Musikkapelle das eine oder andere Instrument aus, oder düsten gar mit einem Feuerwehrauto durch die Gemeinde.

Chronik zum Volksspielhaus:
(Daten/Fakten von Erich Lederer)

Im Jahr 1923 errichteten engagierte Kramsacher mit großer Unterstützung der Bevölkerung sowie einer Finanzierung über eine Bausteinaktion das Kramsacher Volksspielhaus in seiner einzigartigen Fachwerksbauweise. Der Grundstein für das heutige Volksspielhaus wurde allerdings bereits während des ersten Weltkrieges gelegt: Im ersten Weltkrieg entstand nämlich in der Weidachau (zwischen Freifußgrund und Achenmündung) ein militärisches Barackenlager als Genesungslager für Militärpferde sowie ein Nachschublager. Nach Kriegsende ging die große Futtermittelbaracke an die Gemeinde über, welche die Baracke der Musikkapelle zur Errichtung eines Probelokales schenkte. Bedauerlicherweise hielt die Baracke den Schneemassen im Winter 1921/22 nicht Stand und wurde eingedrückt, somit zerstört.

Der seinerzeitige Obmann Stanis Guggenbichler nahm nun die Sache in die Hand und es gelang ihm die drei Vereine Feuerwehr, Sänger und Musikkapelle für den Bau eines Theatersaales zu gewinnen. Während der Wirtschaftskrise war das Haus zwar ausgelastet, die Einnahmen deckten allerdings kaum die Ausgaben. Nun wurde das Volksspielhaus in ein Kino umgebaut. Nach Ende des zweiten Weltkrieges und des darauffolgenden Wirtschaftswachstumes kamen auf das Volksspielhaus gute Zeiten zu. Seit damals wurde von den drei Besitzervereinen mit großzügiger Unterstützung der Gemeinde ständig investiert und das hört verständlicherweise auch nicht auf.

Dank der einzigartigen Holzkonstruktion zählt der Saal des Volksspielhauses heute noch weitum zu den herausragendsten Akustikbauten. Was nun die Besitzverhältnisse betrifft, so gehört das Volksspielhaus je zu einem Drittel der Feuerwehr, dem Männergesangsverein sowie der Musikkapelle. Investitionen, wie beispielsweise Erneuerung des Daches, WC-Anlagen, Beleuchtung etc., waren in den letzten Jahrzehnten nur durch die großzügige Unterstützung seitens Gemeinde möglich, ja und weil Investitionen sowieso permanent anfallen (neuer Boden, neue Fenster, Wärmedämmung, Lärmschutz, Lüftung), kommt der Reinerlös des heurigen Volksspielhaus-Festes zur Gänze der Erhaltung dieses einzigartigen Saales zu Gute.

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