Ein Foto von Ende Jänner... Der Taxboden-Lift steht still. Eine Neu-Eröffnung ist nicht angedacht.
„Aus“ für den Taxboden-Lift in Kramsach
Kürzlich hat der Kramsacher Gemeinderat das "Aus" für den Taxboden-Lift beschlossen. Einstimmig, wie es im Protokoll heißt. Der Grund: Strenge Auflagen und hohe Investitionen, die anstehen. Einige Leser sind wenig begeistert.
KRAMSACH (cm) Leser, die sich wegen dem "Aus" des Taxboden-Liftes in der Redaktion melden, sind enttäuscht. Allen voran: "Sport Ossi" Stock. Für den von ihm gegründeten Outdoor-Betrieb waren Skiservice und der Verkauf von Wintersport-Artikeln eine wichtige Einnahme-Quelle. Er sagt: "Ich kann es nicht glauben! Ideale Bedingungen, Kälte zum Beschneien, Naturschnee auf der Piste... Wir müssen unser Winter-Sortiment damit wohl einstellen." Vor der Entscheidung im Gemeinderat hat sich der Wirtschafts-Ausschuss unter Obmann Andreas Bankler (GFK) intensiv mit dem Thema beschäftigt. Er sagt im Gespräch mit dem ROFAN-KURIER: "Es sind mehrere Faktoren, die hier eine Rolle spielen. Natürlich ist die Entscheidung mit viel Wehmut gefallen: Das war für uns nicht leicht, viele von uns haben hier Skifahren gelernt. Aber der Betrieb lässt sich finanziell so nicht länger darstellen, vor allem wegen der anstehenden Investitionen. Es freut mich aber, dass wir für unsere Kinder eine kostenlose Alternative ausarbeiten konnten." Es wurde sogar über zwei Jahre eine Wetterstation installiert, die erhob, wie oft eine Beschneiung möglich gewesen wäre.
Mehrere Gründe für „Aus“
Eigentümer und Betreiber des Liftes sind die Alpbacher Bergbahnen. Dazu GF Mag. Reinhard Wieser: "Die Besucherzahl war hier sehr überschaubar und die Auflagen der Behörde für die Beschneiung sind sehr streng. In Kombination mit einer Seehöhe von nur 520 m ist ein effizienter Betrieb so nicht möglich. Die Genehmigung für die Beschneiung läuft am 15. März 2026 aus. Es wird nicht um Verlängerung angesucht. Wie es mit den Anlagen weitergeht, steht noch nicht fest. Ein künftiger Betrieb ist jedenfalls – auch bei ausreichend Naturschnee – nicht mehr geplant." Sinnvoll betreiben könnte man den Taxboden-Lift künftig nur mit einem Speicherteich oder mit Kühltürmen. Denn auch das Wasser, das man von der Ache zur Beschneiung verwenden konnte, war meist zu warm. Geschätzt werden die nötigen Investitions-Kosten auf 500.000,– bis 750.000,– EURO. Diese Investition hätte die Gemeinde Kramsach stemmen müssen.
Einstimmiger Beschluss
Im Gemeinderats-Protokoll heißt es nach Abwägung somit: "Auf Antrag von Bgm. Andreas Gang wird einstimmig beschlossen: Einstellung der Tal-Lifte in Kramsach ab Winter 2025/2026 und Anbieten einer kostenlosen Alternative für Volksschul-Kinder und gleichaltrige Kinder der Landes-Sonderschule Mariatal..." Diese "kostenlose Alternative" sind Punkte-Karten für den Skilift in Reith im Alpbachtal. Die Gemeinde finanziert bis zu 140 dieser Karten mit je 200 Punkten, wobei eine Fahrt mit der Gondel 13 Punkte kostet, mit dem Zauberteppich 1 Punkt. Werden mehr Karten benötigt, übernimmt die restlichen Karten die Alpbacher Bergbahn. Diese Regelung wurde vorerst für ein Jahr beschlossen.
"Mir war wichtig, ehrlich hinzuschauen und Verantwortung zu übernehmen. Mit der Lösung in Reith stellen wir sicher, dass dieses Angebot auch in Zukunft besteht, unter guten Bedingungen für unsere Kinder", heißt es dazu von Bgm. Gang (BLK/FPÖ). GR Renate Reisigl von den GRÜNEN setzte sich dafür ein, dass auch Kinder der Sonderschule gleichen Alters die Karten erhalten. Freikarten für Kinder bis 14 gibt es aktuell nicht mehr.








