Parken versus Privatuniversität
Zum Ansinnen des Bürgermeisters von Wörgl, einen Ableger der privaten Sigmund-Freud-Universität in die Stadt zu holen, drängt sich mir sofort die Frage auf: Brauchen wir diese? Wozu?
Befinden wir uns nicht in einer Zeit, in der mehr als genug Akademiker ausgebildet werden, die dann aber leider immer öfter selbst zu AMS-Klienten werden, während man gleichzeitig dringend Facharbeiter in Handwerksberufen sucht? Wem kommt eine Privatuniversität dann überhaupt zugute? In erster Linie profitieren doch nur die ohnehin Privilegierten. Falls für sie eine Anstellung geschaffen wird, erhöht sich dadurch die Bürokratie für alle! Parkplätze für den Individualverkehr werden bei uns am Land hingegen weiterhin bitter nötig sein, solange das öffentliche Verkehrsnetz immer noch unzureichend ausgebaut ist. Das heißt, man muss erst einmal zum Bahnhof bzw. zur Bushaltestelle kommen! Nicht jedes Dorf liegt an einer Bahnlinie. Erst wenn die öffentlichen Zubringer in annehmbaren Zeitabständen auch durch die Ortsteile aller Gemeinden verkehren, werden wir auf das Privatauto verzichten können. Zunächst müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dann kann das Parken erschwert werden – nicht umgekehrt!
Maria-Luise Unterrainer,
Going am Wilden Kaiser
Sagen Sie uns Ihre Meinung! Sie ist uns wichtig. Leserbriefe werden nach Möglichkeit print und online veröffentlicht. Sie repräsentieren nicht unbedingt die Redaktions-Meinung, für den Inhalt ist einzig der Einsender verantwortlich. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Senden Sie Leserbriefe an:








