Bauherr Mag. (FH) Stefan Schuler präsentiert die Projekt-Details exklusiv im ROFAN-KURIER.

Schuler-Haus: Bauherr präsentiert Projekt

Die Liste GFK und Privatpersonen kritisieren das Projekt "Schuler-Haus". Der Grund: Die Gemeinde hat hier eine Baudichte von 2,7 genehmigt. Üblich seien 2,0 … Man ortet Bevorzugung. "Das genaue Gegenteil ist der Fall", erklärt Bauherr Mag. (FH) Stefan Schuler und präsentiert exklusiv sein Projekt.

KRAMSACH Etwa 1.970 Quadratmeter groß ist das Baugrundstück beim Kreisverkehr in der Gemeinde Kramsach (rechts hinter der Tabak-Trafik). Mag. (FH) Stefan Schuler hat das Areal gekauft, es gehörte früher dem Kramsacher Künstler Walter Schuler, einem entfernten Verwandten von ihm.

Die Liste "Gemeinsam für Kramsach" (GFK) ortet hier Bevorzugung, weil Schuler Mitglied der Bürgermeister-Liste ist und für das Projekt die im Ort "übliche maximale Baudichte von 2,0 auf 2,7 angehoben wurde". In einem Postwurf der GFK heißt es sinngemäß: "Viele andere Bauwerber mussten umfangreiche Umplanungen durchführen, um auf eine Baudichte von 2,0 zu kommen. Die Gemeinde misst hier mit zweierlei Maß."

Bauherr wehrt sich

"Das genaue Gegenteil ist der Fall", erklärt Bauherr Schuler und geht in die Vorlage: Er präsentiert sein Projekt exklusiv im ROFAN-KURIER, um Unklarheiten zu beseitigen. Er habe das Projekt mehrmals umplanen müssen, weil man ihm die zuvor angedachten Varianten eben nicht genehmigt habe. "Und gerade WEIL ich auf der Bürgermeister-Liste stehe, wollte man hier keinerlei Bevorzugung", sagt Schuler.

Derzeit läuft ein weiteres, kleineres Projekt seiner Firma in Kramsach: "Dort wurde nur eine Baumassen-Dichte von 1,7 genehmigt... Man sieht: Es hängt also von den Gegebenheiten vor Ort ab", erklärt er und führt weiter aus: "Es gibt in Kramsach keine fix verordnete maximale Baudichte von 2,0. Es gibt in Kramsach auch Bereiche, wo wir eine Baumassen-Dichte von 3,0 und mehr haben..." Dass er hier mit einer Dichte von 2,7 bauen könne, würde nicht bedeuten, dass er die Tiroler Bauordnung nicht einhalten müsse. "Die TBO (Tiroler Bauordnung, Anm.) gilt ja sowieso. Wir müssen natürlich den Abstand zu den Nachbarn im Verhältnis zur Bauhöhe einhalten", informiert Schuler.

Schuler: "Ansprechende Architektur, Nachbarn froh"

Stefan Schuler sagt im ROKU-Interview: "Es geht hier um einen markanten Standort an der Ortseinfahrt. Eine ansprechende Architektur war mir daher sehr wichtig. Hätte ich hier eine Standard-Wohnanlage ohne Tiefgarage errichten wollen, stünde die vermutlich schon ... aber ich wollte an der Ortseinfahrt etwas Besonderes." Als Schutz vor Lärm und Staub werden die Fassaden begrünt – eine Forderung, die auch Dr. Lechner in einem Vortrag von "Xund's Kramsach" erhob. Mehr noch: Laut Schuler würden sich einige Nachbarn sogar freuen, weil das Projekt "wie ein Schutz-Schild gegen Lärm und Staub" zur massiv frequentierten L211 wirke.

Die Wohnungen sollen darüber hinaus "im Rahmen der Kalkulation leistbar sein", sagt Schuler. Angepeilt werden etwa 3.900,- EURO pro Quadratmeter. Möglich sei das ausschließlich, weil die Baudichte etwas höher ist. "Je weniger Baudichte, um so teurer die einzelne Wohnung“, erklärt Bauherr Schuler.

Bürgermeister zum Projekt

Hartl Zisterer (ÖVP): "Eine Baudichte von 2,0 ist im Ort eine Empfehlung des Grund- und Bauausschusses. Zum größeren Teil hält man daran fest. 2,7 ist viel, hier aber möglich, weil das Projekt eine niedrige Nutzflächen-Dichte (Verhältnis von Nutzfläche zu Grundfläche, Anm.) hat."

Der Postwurf der GFK zum Schuler-Haus


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