Das WAVE muss saniert werden – der Wörgler Gemeinderat befasste sich am 20. Febraur mit diesem Thema.Spielbichler

WAVE-Sanierung kostet im "Worst Case" 9,6 Mio. EURO

150.000,– EURO sofort und weitere 100.000,– EURO für ein Gutachten gibt Wörgl für die Sanierung der Wörgler Wasserwelt (WAVE) aus. Mittels Gutachten soll nun festgestellt werden, welche Reparaturen Vorrang haben. Die Komplett-Sanierung wird auf 7,5 Mio. bis 9,6 Mio. EURO geschätzt.

WÖRGL Bei Schwimmbädern rechne man etwa alle 20 Jahre mit größeren notwendigen Sanierungen, heißt es im Antrag der Wörgler Wasserwelt GmbH & CoKG. Die Errichtung des WAVE startete 2001. Rücklagen für größere Investitionen konnte das WAVE keine erwirtschaften. Ein technisches Gutachen wurde bereits erstellt. Das WAVE weise mehrere hundert kleinere und größere Mängel auf, deren Behebungskosten von 5,9 bis 7,7 Millionen EURO beziffert werden. Mit Nebenkosten könnte sich die Summe auf 7,5 bis 9,6 Millionen EURO erhöhen.

Diskussion im Gemeinderat

"9,6 Millionen EURO Kosten sind der absolute Worst Case", erklärte Wörgls Bürgermeisterin Hedi Wechner. "Die FWL war noch nie ein glühender Verehrer des WAVE – aber es wurde mit gültigem Gemeinderatsbeschluss gebaut. Jetzt haben wir keine Alternative. Das Wave zusperren ist undenkbar", meldete sich Vize-Bgm. Mario Wiechenthaler.
"Sind in den veranschlagten 7,5 bis 9,6 Millionen EURO Attraktivierungskosten enthalten?", wollte GRÜNEN-GR Richard Götz wissen, was WAVE-Geschäftsführer Andreas Ramsauer verneinte. Bgm. Wechner regte an, künftig für Mängelbehebungen Rücklagen zu bilden. Götz befürchtet, dass durch Attraktivierungen für Erlebnisbäder weitere Kosten in Millionenhöhe auf die Stadt zukommen. Bgm. Wechner stellte dazu klar, dass das nicht Thema des Antrages sei.