Amtsleiter DI Alexander Kaiser (li.) hatte bei den wichtigsten Punkten der Tagesordnung vieles zu erklären.
Radfeld debattiert über Pflege, Schutz und Abfall
Im Radfelder Gemeinderat wurde Mitte September wieder intensiv diskutiert: Vom Streit um Pflegeplätze und Zusatzkosten über hitzige Wortmeldungen zum Wasserverband bis hin zum Abfallverband und kuriosen Anträgen der ÖBB – die Tagesordnung hatte es in sich.
RADFELD Es war wieder so weit: Am 20. September diskutierte der Radfelder Gemeinderat zu später Stunde über Beschlüsse und Anträge.
Münster statt Kramsach
Auf der Tagesordnung ganz vorne mit dabei war das Pflege- und Betreuungsheim Kramsach. Dieses erhöhte den Investitionskostenzuschlag um 300,– EURO. Die Gemeinde Radfeld möchte nun verhindern, dass Radfelder Bürger das Sozialzentrum Münster umgehen und zuerst in Kramsach anfragen. „Wir wollen, dass die Anfrage zuerst an die Humanocare geht“, erklärte Amtsleiter DI Alexander Kaiser. Ansonsten übernehme die Gemeinde diese 300,– EURO nicht.
Interessen verteidigen
Heiß her ging es bei der Diskussion um den "Wasserverband Hochwasserschutz Unteres Unterinntal", bei der Bgm. Mag. Josef Auer (ZFR) von Beginn an nicht gut auf den Verband anzusprechen war. Er betonte mehrfach, dass Radfeld in den Verband praktisch "hineingeprügelt" wurde. Im Juli brachte der Verband das Projekt beim zuständigen Bundesministerium ein. In der Sitzung wurde nun die Frage aufgeworfen, wie die Gemeinde reagiert, sollte der aktuelle Beschluss des Wasserverbandes gegen die Interessen Radfelds gerichtet sein. Bgm. Auer bat deshalb um die Zustimmung des GR in zwei Punkten: Einerseits möchte er das Einverständnis, während des Verfahrens Einsicht in den Prozess zu nehmen. Andererseits ist es nach Bekanntgabe des Urteils notwendig, schnell handeln zu können, weil man für einen eventuell notwendigen Einspruch nur 4 Wochen Zeit habe. Dazu ist dann ein Gemeinderatsbeschluss notwendig. Der Einspruch muss aber in dieser kurzen Zeit ausgearbeitet werden. Einstimmig unterstützt der GR den Bgm. dabei.
Abfallverband und Bohrungen
Eindeutig für einen Beitritt sprach sich Auer bei der Abstimmung zum Abfallbeseitigungsverbands mittleres Unterinntal aus. Jedoch musste er sich auch einige Gegenstimmen dazu anhören. Diese lagen bei der Abstimmung mit vier zu elf jedoch in der Unterzahl. Im späteren Verlauf der Sitzung hatten aber alle etwas zum Schmunzeln, als ein Vertragsangebot der ÖBB vorlag: Diese plant Bohrungen auf Radfelder Gemeindegebiet, wolle dafür aber nichts zahlen. Das Angebot wurde ohne Überlegungen zurückgeschickt.









