Der Damm muss weg. Bgm. Andreas Gang wehrt sich jedoch vehement dagegen. Eine Unterschriftenliste soll dabei helfen.Gemeinde Kramsach
Rückbau ohne Schutz: Bürger fordern Sicherheit
Während die Behörden auf eine großflächige Hochwasserschutzlösung verweisen, pocht Bürgermeister Gang auf raschere Maßnahmen – und mobilisiert die Bürger.
KRAMSACH Die Diskussion um den Badl-Damm in Kramsach reißt weiterhin nicht ab. 2023 stellte der Landesverwaltungsgerichtshof fest, dass die Uferweg-Aufschüttung im Ortsteil Badl weg muss. Erst dieses Jahr meinte BH Dr. Kurt Berek, BH Kufstein dazu: "Durch den eigens gegründeten Hochwasserverband Unteres Unterinntal wird ein übergreifendes Hochwasser-Schutzprojekt für die Region entwickelt." Für Kramsachs Bgm. Andreas Gang (BLK/FPÖ) schreitet dies alles allerdings zu schleppend voran: "Der Versuch, die dringend notwendigen Hochwasserschutz-Maßnahmen im Bereich Rattenberg-Kramsach durch den Wasserverband vorzuziehen, blieb erfolglos."
Petition eingereicht
Bgm. Gang wandte sich deshalb nun an die Bürger: Mitte August verteilte die Gemeinde eine Petition an die Bewohner des Ortsteils Badl. Die Petition mit dem Titel "NEIN zu einem ersatzlosen Rückbau der Notmaßnahme" verfolgt das Ziel, den Abbau des Dammes hinauszuzögern, bis der Abschnitt Badl durch den Wasserverband vollständig ausgebaut ist. Und siehe da: Nach zwei Wochen unterschrieben 904 Bürger diese Petition. Die Unterlagen liegen nun beim Petitionsausschuss des Tiroler Landtags, sowie bei der BH Kufstein. "Ich bin verantwortlich für die Sicherheit meiner Bevölkerung. Ich fordere daher mit Nachdruck, endlich Maßnahmen zu bewilligen, die einen echten und wirksamen Schutz bieten – bevor uns das nächste Hochwasserereignis trifft."








