Die Gewinner der Publikumspreise beim Tiroler Kurzfilmfestival 2026 mit den beiden Veranstaltern Anna Etzelstorfer und Dominik Kainzner.Spielbichler

Wörgl: Ambitionierte Kurzfilme mit Tiefgang

In der Tiroler Kulturszene bestens verankert hat sich der Verein Wörgler Lichtspiele mit der jährlichen Austragung des Tiroler Kurzfilmfestivals.

WÖRGL Mit Unterstützung der Gaststubenbühne Wörgl inszenierte der Verein Wörgler Lichtspiele einmal mehr „Hollywood-Flair“ im Kino-Foyer und rollte den roten Teppich für Filmemacher aus. Die elfte Auflage des Tiroler Kurzfilmfestivals am 31. Jänner lockte zudem scharenweise Film-Fans ins Cineplexx Wörgl.
„Was macht einen guten Kurzfilm aus?“ fragte das Moderatoren-Duo Anna Etzelstorfer und Dominic Kainzner, worauf Jury-Mitglied Mathias Peschta meinte: „Wenn mich ein Film auf andere Gedanken bringt – über das hinaus, was ich mit den Augen sehe. Dazu gehört noch gutes Handwerk und ein spannendes Drehbuch.“ Für die Jury erfüllte diese Kriterien heuer am besten der Kurzfilm „Ya Hanouni“ von Lyna Tadount und Sofian Chouaib aus Frankreich, der den Genozid in Gaza thematisiert. Bei der Publikumswertung freute sich die Tiroler Filmproduktion „Wir schwenkten keine Fahnen“ von Mario Dengler über die Siegertrophäe. Der Kurzfilm behandelt die Schuldfrage in der NS-Zeit und wirft die Frage nach der Realität von überlieferten Erzählungen auf. Bei den Newcomern ging der Preis an „Ein Abend wie damals“ von Sonja Aufreiter und Kamerafrau Stefanie Knebel, bei dem ein „Mädelsabend“ eine unerwartete Wendung nimmt.


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