V.l.: Julia Zingerle, Daniel Sporer, Barbara Wildauer und Christian Amrainer.Markus Ocvirk

GR-Wahl: 5:1 in Jenbach!

Fünf Bürgermeister-Kandidaten und eine Kandidatin stellen sich in Jenbach der Wahl

JENBACH Nach dem Geschmack von Bürgermeister-Kandidatin Barbara Wildauer sollten sich viel mehr Frauen im Gemeinderat und auch als Bürgermeisterkandidaten einbringen: "Frauen machen sogar etwas mehr als 50  Prozent der Bevölkerung aus, das sollte sich 2022 endlich auch in den Entscheidungs-Gremien widerspiegeln. Gerade in der Gemeindepolitik können mehr Frauen im Gemeinderat und als Bürgermeister mit ihren Ideen und Sichtweisen ganz direkt dazu beitragen, alltagstaugliche Themen aufzunehmen. Ich sehe meine Kandidatur aber auch als Signal an Frauen, sich die Arbeit im Gemeinderat und als Bürgermeisterin zuzutrauen. Ich bin seit 12 Jahren Mitglied des Jenbacher Gemeinderates und hätte mir in den 12 Jahren gewünscht, dass viel mehr Projekte umgesetzt werden, die direkt aus der Bevölkerung kommen", sagt Wildauer. Bürgermeister sei für sie eine Funktion und er oder sie habe als Vorsitzender des Gemeinderates die Aufgabe, die Bedürfnisse der Bevölkerung in den Gemeinderat hineinzutragen. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es hier gerade oft Frauen sind, die einen sehr praktischen und bürgernahen Zugang haben und aus ihrem Alltag heraus Probleme erkennen und praxistaugliche Lösungsmöglichkeiten auf den Weg bringen."

Bürgermeister-Kandidatin

Barbara Wildauer ist seit 12 Jahren Mitglied des Jenbacher Gemeinderates, 6 Jahre davon als freie Mandatarin. Für die neue Gemeinderatsperiode tritt sie mit einer eigenen, parteiunabhängigen Liste: "Die neue Mitte – Alternative Liste Jenbach" an. Barbara Wildauer: "Wir sind ein Team aus 11 Personen (6 Frauen und 5 Männer) aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen und verschiedenen Kompetenzen und sind bereit, unser Wissen und Erfahrung im Gemeinderat einzubringen. Wir gehen davon aus, dass absolute Mehrheiten im Gemeinderat bei diesen Wahlen schwer zu erreichen sein werden. In Jenbach treten 7 Listen an und das wird in Zukunft auch ganz neue Formen der Zusammenarbeit im Gemeinderat notwendig machen. Unser Ziel ist, gemeinsam mit allen Fraktionen für die bestmöglichen Lösungen zu arbeiten. Bürgernähe, Transparenz, effizienter Einsatz der Finanzen und eine Gemeindepolitik, die sich für alle Menschen in der Gemeinde und nicht für Einzelinteressen oder noch schlimmer eigene Interessen einsetzt, sollte selbstverständlich sein, ist es aber leider in vielen Fällen (noch) nicht."

Barbara Wildauer tritt als Bürgermeister-Kandidatin in Jenbach an. ©Ocvirk

Fakten zu Frauen im Gemeinderat

Sowohl in den Gemeinderäten als auch bei Bürgermeister-Kandidaten sind in Tirol die Verhältnisse klar, wer das Sagen hat. 30 Prozent Frauen und 70 Prozent Männer bei den Kandidaten für den Gemeinderat, 11 Prozent Frauen als Bürgermeister-Kandidaten gegenüber 89 Przent Männern. In Jenbach ist im Gemeinderat der Anteil an Frauen ein klein wenig mehr als das oben angeführte Drittel – im aktuellen Gemeinderat sitzen (noch) 7 Frauen und 10 Männer.

Zur neuen Liste "Die neue Mitte – Alternative Liste Jenbach"/Themen und Team

Jenbach wäre im Bereich Gemeinschaft, Kultur, Bildung und Klimaschutz ein Vorzeigeort, nur wird das bisher viel zu wenig wahrgenommen und genützt. Zahlreiche aktive und engagierte Vereine, Initiativen und Bürgerinnen und Bürger, möchten sich einbringen und ihre Wünsche und Ideen endlich umgesetzt sehen.

Laufende Themen sind gemeindebezogen: Mit der Kasbachverbauung ergibt sich in Jenbach die Gelegenheit, das Ortszentrum positiv zu verändern. In Jenbach entstehen in den nächsten Jahren annähernd 1000 neue Wohnungen - die öffentliche Infrastruktur von Nahversorgern bis zu Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen wird mit diesem Wachstum schritthalten müssen. Auch die Fortschreibung des Raumordnungskonzeptes und die Änderung des Flächenwidmungsplanes fallen in die kommende Gemeinderatsperiode. Zudem gilt es, Leerstand zu bekämpfen, Verkehrsprobleme zu lösen und die Verbesserung des digitalen Angebotes auch von Seiten der Gemeinde voranzutreiben.

Für alle diese Themen bringen die Listenmitglieder ihre Kompetenzen ein. Das reicht von der Medienexpertin Barbara Wildauer auf Listenplatz eins über den in Bau- und Raumordnung erfahrenen Daniel Sporer und den in vielen Vereinen verankerten Christian Amrainer auf den Plätzen zwei und drei. Julia Zingerle komplettiert die "Viererspitze" der Liste, die sich vor allem im Bereich Digitalisierung einbringen wird. Auf den weiteren Plätzen finden sich Experten für Digitalisierung, Energie, Bildung, Kinderbetreuung, Jugend und Kultur bis zum Visionär für Klimaschutz und alternative Energie Arthur Sief auf Listenplatz elf.

 


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