Andrea Bischof ist eine begeisterte Künstlerin aus Schwaz. Im ROFAN-KURIER-Interview spricht sie über ihre große Leidenschaft....Stefan Seelig

Über das Finden und Erfinden von Farben

Andrea Bischof ist eine Künstlerin, die es spielerisch schafft, Lebendigkeit festzuhalten und Farben zu transportieren. Sie sieht die Malerei als eine eigene Sprache. Im ROFAN-KURIER-Interview spricht sie über ihre Leidenschaft: Die Kunst.

WIEN/SCHWAZ ROKU: "Kommen Sie aus einer künstlerischen Familie?"
BISCHOF: "Meine beiden Großväter waren in künstlerischen Berufen tätig. Mein Tiroler Großvater war Bildhauer, er gründete die Schnitzschule in Elbigenalp. Mein Großvater mütterlicherseits war Schaufensterdekorateur in Düsseldorf. Dort entstand meine erste große Liebe zur Farbe."

ROKU: "Sie kommen aus Schwaz, leben in Wien. Welchen Bezug haben Sie zu Schwaz?"
BISCHOF: "Mein Hauptatelier ist immer noch in Wien. Aber ich habe mit meinen Geschwistern unser Elternhaus in Schwaz behalten und habe dort ein kleines Atelier installiert, das ich immer mehr nutze."

ROKU: "Was können Sie uns über ihren Stil sagen?"                                                                    
BISCHOF: "Die Farben meiner Bilder kommunizieren miteinander. Es gibt keine Hierarchie und kein Zentrum, jede Fläche ist wichtig. Meine Malerei tendiert nach außen und ist über den Bildrand hinaus weiter denkbar. Die Farben versorgen die Oberfläche mit Tiefe, Spannung und Geheimnis."

ROKU: "Wo kann man Ihre Werke bestaunen?"
BISCHOF: "Letzten Monat habe ich in Dresden ein großes Auftragswerk "Il grande spettacolo in cielo" präsentiert. Mitte Mai wurde in Innsbruck im "Kulturbogen 55" eine Präsentation meiner Bilder eröffnet. Vor kurzem fand dort ein Gespräch mit Günther Dankl statt. Die Ausstellung ist bis 13. Juni geöffnet. Im April wurde auch mein neues Buch mit dem Titel "into color" im Verlag Artbook publiziert. In diesem sind viele Bilder der letzten fünf Jahre."

ROKU: "Wer sind Ihre Vorbilder/Was inspiriert Sie?"
BISCHOF: "Das Luftige, das Leichte, die Leidenschaft der Farbigkeit und die Begeisterung für Schönheit ist es, das mich bei Veronese, Tizian, Rosalba Carriera oder Tiepolo so fasziniert. Die Tiroler Malerei hat auch eine lange Tradition, Ideen aus Venezien zu holen."

ROKU: "Welche Botschaft steckt in Ihren Bildern?"
BISCHOF: "Das Beste ist, sie anzusehen. Letztlich entwickelt sich die Ausdruckskraft meiner Bilder im Austausch mit den Menschen. Die Botschaft ist gemalt."

ROKU: "Danke für das Gespräch!"


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