LH Anton Mattle kümmerte sich höchstpersönlich um die Sanierung der Gemeinde Steinberg.unsplash.com

Steinberg: Gemeinde setzt den Sparstift an

Die Gemeinde Steinberg am Rofan muss ihr Budget konsolidieren. Dazu benötigt die Kommune 2,5 Millionen EURO als Umschuldungsdarlehen.  

STEINBERG Bgm. Helmut Margreiter (FS) bringt es auf den Punkt: "Wir waren schon immer eine Abgangsgemeinde. Wir müssen den Haushalt sanieren. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür", erklärt er im Gespräch mit dem ROFAN-KURIER. In den vergangenen Jahren errichtete man den Gemeindebau- und Recyclinghof neu, baute den Sandbichlweg aus, die Gemeindewohnung um, installierte PV-Anlagen und sanierte die Küche im Dorfhaus.

Steinbergs Bgm. Helmut Margreiter stehen einige magere Finanzjahre bevor. © Gemeinde Steinberg

Überall nur sparen

"Gemeinsam mit der Gemeindeabteilung der BH Schwaz und dem Land Tirol entwickelten wir ein Konsolidierungskonzept: Wir nehmen ein Darlehen über 2,5 Mio. EURO auf und zahlen es mithilfe von Bedarfszuweisungen bis 2031 zurück. Dann sollten wir schuldenfrei sein", beschreibt der Bgm. den Weg. Das Sanierungskonzept wurde im GR einstimmig beschlossen. Die Kommune muss etliche Ausgaben auf Eis legen: "Auch geplante E-Ladestationen müssen warten", zählt der Dorfchef auf. Die Gemeinde hat keine einnahmensstarken Gewerbebetriebe. "Das ist unser größter Nachteil. Wir sind ein Ausflugsgebiet für andere Gemeinden", benennt Margreiter das Dilemma. Die Gemeinde darf nur regelmäßig wiederkehrende Ausgaben tätigen. Neue Vorhaben dürfen nicht begonnen werden. Sollte ein unerwarteter Geldsegen kommen, sei dieser sofort in den Abbau der Verbindlichkeiten zu investieren. So steht es in den Bedingungen des Landes Tirol.


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