Während der Gemeinderat bereits in der Oktober-Sitzung über die Abgaben und Beträge für 2026 diskutierte, stand nun das nächste finanzeille Thema auf Tagesordnung.
Schlitters: Parken am See wird kostenpflichtig
Die Teuerung macht auch vor Gemeinden nicht Halt: So auch in Schlitters, wo der Gemeinderat Anfang November nun die Einführung von Parkgebühren rund um den Schlitterer See beschlossen hat. Das neue System soll bargeldlos funktionieren und die Gemeindekassen entlasten.
SCHLITTERS Während die Worte Inflation und Schulden vor allem auf Bundes- und Landesebene diskutiert werden, sind die Gemeinden von der Teuerung ebenso betroffen...so auch Schlitters. Um dagegen anzukämpfen, entschied der Gemeinderat am 10. November, Gebühren für die Parkplätze rund um den Schlittere See einzuführen.
Nicht weiter aufschieben
"Na weil wir Geld brauchen", beantwortete Amtsleiterin Margreiter Simone mit einem Lachen die Frage aus dem GR, warum dieser Schritt unternommen wird. Wie hoch die Parkgebühren angesetzt werden, inwiefern es Ausnahmen für Vereinsmitglieder des Fußball- und Tennisclubs der Gemeinde gibt, oder in welchem Ausmaß ein Zeitraum für Gratis-Parken kommt, stand noch nicht zur nähreren Diskussion. Bgm. Josef Wibmer (WFS) war es an diesem Abend einfach wichtig zu entscheiden, ob die Gemeinde Gebühren einführt oder nicht: "Wenn wir jetzt nicht entscheiden, geht es sich für das nächste Jahr wieder nicht aus." Während fast der gesamte GR die Vorgehensweise einsah und dafür stimmte, sprach sich einzig GR Mag. phil. David Abendstein (WFS) gegen das Vorhaben aus.
Bargeldlos mit Kennzeichenerkennung
Für die Platzbewirtschaftung sind zwei Parkautomaten und drei Kameras geplant: Ein Automat für den nordöstlichen Parkplatz, einer für die zwei Flächen beim Tennisplatz. Für die Kennzeichenerkennung wird je eine Kamera auf den einzelnen Plätzen installiert. Diese scannen das Nummernschild jedes einfahrenden Fahrzeugs. Sollte man ohne zu zahlen den Parkplatz verlassen oder die Gebühr nicht innerhalb einer bestimmten Zeit bezahlen, wird eine Strafe auf die Adresse des entsprechenden Kennzeichens geschickt. Die Bezahlung vor Ort erfolgt bargeldlos an den Automaten, per QR-Code oder über eine Park-App. Zudem gibt es Überlegungen, die Parkplätze mit Schranken zu versehen.
Am meisten überzeugt habe Bgm. Wibmer das Angebot der Firma Arivo. Das steirische Unternehmen bewirtschaftet etwa Parkplätze des Skigebiets in Sölden. Der Angebotspreis der Firma (nicht vergleichbar) beträgt 44.535,– EURO. Bei Gebühren von etwa 50 CENT pro halbe Stunde wäre die Gemeinde zuversichtlich, die Kosten innerhalb von zwei Jahren gedeckt zu haben.








