Die Höhe der frei verfügbaren Mittel beläuft sich auf rund 514.000,– EURO bei einem Verschuldungsgrad von rund 20 Prozent.
Einigkeit mit Vorbehalt bei Budgetbeschluss
Sparen, absichern, vorausblicken: Das Budget 2026 mit einem Volumen von rund 54,3 Mio. EURO der Stadt Schwaz erhielt zwar Zustimmung vom gesamten Gemeinderat, blieb aber nicht frei von Kritik und mahnenden Stimmen.
SCHWAZ (eh) "Die Budgetierung war alles andere als einfach. Die Resorts waren angehalten, sehr sorgsam zu verwalten und auf jenes zu verzichten, das nicht notwendig ist. Wir hatten uns geeinigt: Das Ziel ist es, den Finanzierungshaushalt ausgeglichen zu budgetieren", erklärte Bgm. Victoria Weber, MSc. (SPÖ) in ihrer Budgetrede in der letzten GR-Sitzung des Jahres 2025.
Mit Blick in die Zukunft
Dieses Ziel wurde auch erreicht. Das Budget für das Jahr 2026 umfasst rund 54,3 Mio. EURO. Die meisten Ausgaben plant die Gemeinde in den Bereichen Unterricht, Erziehung, Sport und Wissenschaft (rund 14,3 Mio. EURO), Dienstleistungen (rund 9,5 Mio. EURO) und Finanzwirtschaft (rund 5,5 Mio. EURO) ein. Aus eben diesen drei Bereichen erwartet man sich zudem die meisten Einnahmen (rund sechs, fünf und 36,4 Mio. EURO). "Wir werden aber bald wieder besprechen, wie man vorsichtig in das Jahr 2027 gehen kann, um uns auf eventuelle Unsicherheiten vorzubereiten – davon gibt es ja genug", führte die Bürgermeisterin zum Schluss ihrer Rede aus.
Zustimmung trotz Kritikpunkten
Zwar waren alle Fraktionen im GR mit dem Haushaltsplan einverstanden, allerdings wollten die Freiheitlichen als Opposition einen stillen Protest in Richtung Land schicken und stimmten daher gegen den Beschluss.
Vize-Bgm. Mag. Martin Zitterbart (ÖVP): "Wir hätten es uns zwar anders vorgestellt, aber die Gemeinde braucht diese Planungssicherheit. Wir werden diesem Budget zustimmen – es soll aber kein Blankoscheck sein."
Vize-Bgm. Mag. Martin Wex (WEX): "Strukturell müssen wir anfangen anders zu denken, sonst sind wir irgendwann nur mehr beim Verwalten statt Gestalten."
GR Hermann Weratschnig MBA, MSc (Grüne): "Land und Bund machen es uns nicht einfach. Trotz weniger Geld müssen wir aber den sozialen Zusammenhalt sichern und mit Leidenschaft für die Stadt arbeiten."
GR Matthias Stötzel (MFG): "Wir stehen vor herausfordernden Situationen. Unter anderem aufgrund der Covid-Zeit, in der das Geld aus dem Fenster gworfen wurde. Jetzt erhalten wir dafür die Rechnung."
GR Daniel Kirchmair (FPÖ): "Das Budget ist eine hervorragende Arbeit. Falls es aber so weitergeht, muss man vielleicht manche Sachen für ein oder zwei Jahre ganz aussetzen."








