Die Arbeiten an der neuen 110 kV-Trasse schreiten in Breitenbach bereits zügig voran! Die TINETZ hat vielen Wünschen der Grundeigentümern entsprochen.TINETZ

110 kV: So steht es um "Abschnitt Kramsach"

Die TINETZ arbeitet mit Hochdruck am Abschnitt 2 (Breitenbach) der 110 kV-Leitung im Tiroler Unterland. Fällungen, Wegebau und erste Arbeiten für die Leitung laufen bereits. Kürzlich fanden die Verhandlungen für Abschnitt 3, Kramsach, statt. Hier die Hintergründe.

KRAMSACH/BREITENBACH Im Mai und Juni fanden die ersten öffentlichen Verhandlungen (nach dem Starkstrom-Wege-Gesetz) für den Neubau des Abschnitts 3, Kramsach, der 110 kV-Leitung, statt. An den Verhandlungen durfte der ROFAN-KURIER leider nicht teilnehmen, die Redaktion hat jedoch sowohl bei der TINETZ als auch bei Bauern-Vertreter Michi Volland (IG 110 kV) nachgefragt. TINETZ-GF DI Thomas Rieder: "Am ersten Verhandlungs-Tag haben wir das Projekt vorgestellt. Anschließend wurden mit allen interessierten Grundeigentümern und Behörden Lokalaugenscheine durchgeführt."

GF Rieder (TINETZ): "Einige Forderungen bereits erfüllt"

Im Rahmen der mündlichen Verhandlung haben etliche Grundeigentümer Fragen gestellt und auch Forderungen an die TINETZ herangetragen. Es gab auch Einwände. "Insbesondere die forstwirtschaftliche Nutzung von Flächen im Bereich der bestehenden 220-kV-Leitung und der neuen 110-kV-Leitung sowie die Nutzung und Neuerrichtung von Bringungswegen waren Themen", erklärt DI Rieder.

Beweissicherung bei Quell-Schüttungen

Zudem gab es auch Vorbringen bezüglich der möglichen Beeinträchtigung von Quellen und bestehender Wasserleitungen. "Bestimmte Forderungen wie etwa das Verschieben oder die Erhöhungen von Masten konnten bereits im Zuge der örtlichen Begehungen besprochen und auch zugesagt werden", weiß Rieder.

Michael Volland, UBV-Kammer-Rat in der Bezirks-Landwirtschaftskammer und Mitglied der IG 110 kV sagt dazu: "Wir hatten erst bei dieser Verhandlung erstmals die Möglichkeit zu einer Stellungnahme. Wichtig waren einigen Grundstücks-Eigentümern etwa die Beweissicherung der unmittelbar im Trassenbereich befindlichen Quellen. Bei den Begehungen mit der TINETZ konnten noch viele weitere Punkte bezüglich Mast-Standorten, Mast-Höhen, Zufahrten oder auch neu zu errichtender Wege teilweise geklärt und ins Protokoll aufgenommen werden." All diese Punkte zu klären würde seiner Ansicht nach aber doch noch etwas dauern... Aktuell wird die Verhandlungsschrift ausgearbeitet. Danach wird die TINETZ Stellungnahme eingearbeitet und Pläne und Unterlagen werden wo nötig adaptiert. Im Anschluss beurteilt die Behörde die Genehmigungsfähigkeit des Projektes.

TINETZ will Zeitplan für das Projekt (diesmal) einhalten

GF Rieder: "Wir sind zuversichtlich, alle Fragen klären zu können und einen erstinstanzlichen Genehmigungsbescheid im Sommer zu erhalten. Die Bautätigkeiten (Fällungen, Wegebau, Leitungsbau) im 2. Bauabschnitt (Breitenbach) laufen indessen bereits voll. Aus unserer Sicht ist der aktuelle Zeitplan für den Bauabschnitt 2 unverändert." Das Einhalten des Zeitplans wäre indessen auch für Kramsach überaus wünschenswert: Bereits drei Mal wurde der geplante Baubeginn verschoben! Behörden-Verfahren und Einsprüche seitens betroffener Grundeigentümer wurden mehrmals als Begründungen genannt. Die Verlegung der Leitung ist überfällig...


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