"Langsamer fahren" könnte es bald in einigen Kramsacher Ortsteilen heißen.

Kramsach: Verkehrsplaner soll nun helfen

In Kramsach wurde kürzlich konkretisiert, welche Punkte sich ein Verkehrsplaner genauer anschauen soll. Die Gemeinde arbeitet mit der Bürgerinitiative "Xund‘s Leben in Kramsach" zusammen. Eigentlich...

KRAMSACH In der September-Gemeinderats-Sitzung war das Thema Verkehr ein Hauptdarsteller. Bereits vor einigen Sitzungen wurde beschlossen, dass ein Verkehrsplaner angestellt wird. Nun wurde konkretisiert, welche Leistungen dieser bringen soll: Der Verkehrsplaner (Ingenierbüro Hirschhuber und Einsiedler OG) soll prüfen, ob eine Geschwindigkeitsbeschränkung  auf 30 km/h in einem Umkreis von 500 Metern rund um den Unterberger-Kreisverkehr möglich ist. Außerdem geht es noch um eine Erhebung, wie viele LKW oder LKW-ähnliche Fahrzeuge westlich der Hagau fahren. Ein generelles Fahrverbot für LKW über 7,5 Tonnen  auf den Landesstraßen soll überprüft werden und wie viele LKW am Unterberger-Kreisverkehr umdrehen, um nach Brixlegg bzw. zur Billig-Tankstelle zu kommen...

"Xund‘s Leben in Kramsach" mit Maßnahmen nicht zufrieden

"Zu wenig" findet die Bürgerinitiative Xund‘s Leben in Kramsach. "Die geplanten Erhebungen und verkehrstechnischen Begutachtungen sind für die Umsetzung der Maßnahmen in keinster Weise ausreichend", schreibt die BI in einem offenen Brief.

Die Mitglieder fordern eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h, lasergestützte Geschwindigkeits-Messsysteme und ein Fahrverbot für LKW über 3,5 Tonnen (ausgenommen Ziel- und Quellverkehr).

Der offene Brief sei aber zu spät bei Bgm. Hartl Zisterer eingelangt. Daher hätte man die Kostenvoranschläge des Verkehrsplaner nicht mehr anpassen können. "Man weiß bei diesen Maßnahmen nicht, von welchen Kosten für die Gemeinde wir sprechen", sagt Zisterer in der GR-Sitzung. Für ihn wäre es am sinnvollsten die Beschlüsse so zu fassen, wie er es vorgeschlagen habe und dann in einem zweiten Durchgang die Punkte der Bürgerinitiative anzufragen.
Aber "was hindert uns denn, die Laser-Überwachung ins Auge zu fassen?" – fragt Gemeinderat Fritz Widmann (GFK). Das wäre für ihn ein erster Schritt...

Zur Erinnerung: Es gab bereits private Radarmessungen in Kramsach unter Bgm. Stöger, nach einer Bürgerinitiative vor 10 Jahren.


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