Zogen nach einem Jahr intelligente Müllkübel Bilanz (v.l.): Bauhofarbeiter Robert Fankhauser, NR Herrmann Weratschnig, Stadtrat Matthias Zitterbart und Martin Lierschof (füll.es).Stadt Schwaz

Intelligente Müllkübel vernetzen Schwaz

Seit etwa einem Jahr kommunizieren 90 Papierkörbe mit High-Tech-Sensoren im Rahmen eines Pilot-Projektes mit dem Schwazer Bauhof.

SCHWAZ Unnötige Fahrten werden eingespart, CO2, Lärm und Verkehr dadurch reduziert – erklärt der Schwazer Stadtrat Mag. Matthias Zitterbart (ÖVP, Firma DAKA): "Vor allem entlegene Gebiete wurden im vergangen Jahr um etwa 40 Prozent weniger angefahren", erklärt er. Das freut nicht nur Umweltreferent NR Hermann Weratschnig, MBA MSc (GRÜNE) sondern auch Bauhof-Mitarbeiter Robert Fankhauser: „Ich habe nun mehr Zeit, um mich auf die wichtige innerstädtische Arbeit zu konzentrieren“, sagt er. Früher fuhr er etwa 70 Kilometer am Tag – dank den smarten Müllkübeln sind es jetzt etwa 45 Kilometer.

Müllkübel senden Füllstand an Bauhof

Die Arbeitsweise der Papierkörbe ist einfach: Mittels Ultraschall messen die Sensoren den Füllstand der Papierkörbe und senden diese an ein Tablet im Schwazer Bauhof. Wenn die Mistkübel noch wenig befüllt sind, erkennt der Bauhof-Mitarbeiter, dass eine Entleerung noch nicht notwendig ist.
Ein System mit Zukunftspotenzial – findet zumindest Martin Lierschof, technischer Leiter des Schwazer Start-Ups füll.es: "Unsere Daten können auch für die Stadtentwicklung ein wesentlicher Faktor sein", erklärt er. Es werden zusätzlich Daten über die Wetterentwicklung oder die Netzabdeckung durch die intelligenten Mistkübel gesammelt. So könne sich eine "Smart City" entwickeln.

Schwaz ist übrigens nicht die einzige Stadt, die auf solche Technologien setzt. In Innsbruck und Kufstein werden ähnliche Konzepte verfolgt.


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