Fügens Bürgermeister LA Mag. Dominik Mainusch (ÖVP) stellt klar: "Eine angefangene Lehre kann keinen positiven Asylbescheid ersetzen."

LA Mainusch: "Lehre kein Ersatz für Asyl!"

Auch der Tiroler Landtag hat sich kürzlich mit dem Thema "Asylwerber in Lehre" beschäftigt. Dazu sagt der Zillertaler Landtags-Abgeordnete Mag. Dominik Mainusch (ÖVP): "Eine angefangene Lehre kann niemals einen positiven Asylbescheid ersetzen!"

TIROL Im Gespräch mit dem ROFAN-KURIER zitiert Mag. Dominik Mainusch aus einem Landtags-Beitrag. Der Fügner Bürgermeister und Landtagsabgeordnete der ÖVP sagt: "Fakt ist, dass die Bundesregierung diese Frage ja bereits abschließend geklärt hat. Ein temporäres Bleiberecht bei aufrechtem Lehrverhältnis wäre durchaus denkbar gewesen... Aber: Hinsichtlich der zukünftigen Asylverfahren gilt es ganz klar und mit Nachdruck festzuhalten: Eine angefangene Lehre kann doch niemals einen positiven Asylbescheid ersetzen! Mit einem Lehrverhältnis darf nur dann ein Bleiberecht verbunden sein, wenn es im Rahmen der Zuwanderung durch die Rot-Weiß-Rot-Card passiert – nicht jedoch als Alternative zum Asylverfahren. Damit würden wir das gesamte Asylwesen ad absurdum führen!" Laut Mainusch sei „die Rot-Weiß-Rot-Card das wichtigste Instrument für Zuwanderung in den Arbeitsmarkt. Eine geregelte Zuwanderung in den Arbeitsmarkt werden wir angesichts des erdrückenden Fachkräftemangel brauchen. Insbesondere eine Anpassung der Rot-Weiß-Rot-Card auf regionale Anforderungen wird dabei wichtig sein. In Tirol wird es zum Beispiel andere Mangelberufe geben als in Wien.“ Mag. Mainusch sieht hier allerdings die Bundesregierung gefordert...

Fachkräfte-Mangel "ernstes Problem"

LA Bgm. Mag. Dominik Mainusch (ÖVP) sagt: "Der Fachkräftemangel ist ein ernsteres Problem als viele glauben. Gerade in der jetzigen Hochkonjunktur wird dieser Mangel einmal mehr sichtbar. Viele Betriebe sind aufgrund der Personalnot nicht mehr in der Lage, Aufträge anzunehmen. Das heizt die ohnehin schon angespannte Kostenentwicklung – gerade auch in der Baubranche (Stichwort Leistbares Wohnen) – zusätzlich an. Der Grund für den zunehmenden Mangel an Fachkräften liegt in zwei Umständen: Zum einen führt die demografische Entwicklung dazu, dass generell weniger Menschen am Arbeitsmarkt nachkommen. Hier braucht es einerseits familienpolitische Investitionen, damit sich die Menschen ihren Kinderwunsch überhaupt leisten können! Zum anderen eine kontrollierte Zuwanderung über die Rot-Weiß-Rot-Card in den Arbeitsmarkt. Der zweite und entscheidende Grund für den Fachkräftemangel liegt unumstritten in einem Trend der zunehmenden Akademisierung der Gesellschaft. Und das, obwohl wir mit der Lehre ein Ausbildungsformat in Österreich haben, um das wir nicht nur international beneidet werden.“