Therese Feuersinger auf ihrem Weg zum Vize-Staatsmeistertitel. Beim Thiersee Triathlon musste sie sich nur ihrer Teamkollegin und Freundin Lisa Perterer geschlagen geben.Alex Gretter

Therese Feuersinger: Olympische Spiele fest im Blick

Therese Feuersinger (WAVE Tri Team) ist eine der besten Triathletinnen Österreichs. Die erst 22-jährige Sportlerin kann schon auf einige Erfolge zurückblicken. Nach einem "speziellen" Jahr 2020 blickt sie nach vorne und hat ein großes Ziel: Paris 2024.

WÖRGL Zwei Stunden, sieben Minuten und acht Sekunden. Mit dieser Zeit beendete die Lokalmatadorin Therese Feuersinger den Thiersee Triathlon in der Olympischen Distanz. Auf der 1.500 Meter langen Schwimm-Strecke, den 40 Kilometern am Rad und den zehn Lauf-Kilometern war nur die Kärntnerin Lisa Perterer um 45 Sekunden schneller.
"Eigentlich war es nicht geplant, dass ich bei dem Rennen mitmache. Aber durch die (Covid-bedingte, Anm.) Absage der Europameisterschaft hat sich die Teilnahme ergeben", sagt Feuersinger zum Vize-Staatsmeistertitel.

In Österreich startet sie fürs WAVE Tri Team Wörgl. Zusätzlich startet sie in der deutschen und in der französischen Triathlon-Bundesliga für verschiedene Teams. "Wenn es sich zeitlich ausgeht", sagt sie im Gespräch mit dem ROFAN-KURIER. Diese Bundesliga-Rennen sind bessere Trainings-Rennen für die Highlights des Sports: Welt- und Europameisterschaften und vor allem die Olympischen Spiele.

Ihre größten Erfolge konnte Feuersinger 2017 – in ihrem Maturajahr – feiern. Neben dem Staatsmeistertitel in der Sprintdistanz konnte sie damals zwei vierte Plätze bei der Junioern-WM und der -EM erreichen. Im folgenden Jahr, erreichte sie bei ihrem ersten WTS-Rennen in Yokohama (Japan) den 20. Platz.

Alles anders

Normalerweise startet die Heeressportlerin etwa bei zwölf bis 15 Rennen im Jahr. Heuer ist Corona-bedingt ja alles anders. Als im März der Lock-Down kam saß sie bereits auf gepackten Koffern. "Ich war schon fast auf dem Weg zum ersten Rennen der Saison", erzählt sie.
Die Länder wurden "geschlossen", Triathlon-Bewerbe fanden keine mehr statt. Auch das Trainieren war nur eingeschränkt möglich. "Zum Glück konnten ich schon bald im WAVE wieder das Schwimm-Training aufnehmen", sagt Feuersinger. Laufen und Radfahren waren unproblematisch.

Ende Juli ging es dann für die Triathleten wieder los. Beim Mostiman Triathlon in Wallsee (Niederösterreich) konnte sie gleich den Staatsmeister-Titel in der Sprintdistanz gewinnen.
Danach stand für sie ihr erstes Höhen-Trainingslager am Programm. Akklimatisieren im Kühtai und dann nach St. Moritz. "Anfangs war es hart, ich hatte relativ hohen Puls, auch das Atmen fiel mir schwer. Sogar beim Stiegen-Steigen war ich außer Puste", erzählt sie. Die Trainings-Bedingungen waren perfekt.
Hier trainierte Feuersinger für das Weltcup-Rennen am 13. September in Tschechien. Dies ist der einzige fixe Start, der heuer noch ansteht.

Therese Feuersinger gratuliert Lisa Perterer im Ziel des Thiersee Triathlons zum Staatsmeistertitel. © Alex Gretter

Für den Start in Thiersee wurde das Trainingslager kurz unterbrochen.

Auf den Spuren ihrer Mutter

Therese Feuersinger wurde der Triathlon-Sport "in die Wiege gelegt". Bereits ihre Mutter, Monika, war Triathletin. Sie konnte ebenfalls einige Staatsmeistertitel gewinnen. Inzwischen ist sie Trainerin und die größte Förderin von ihr. "Und mein Vorbild", sagt Therese.

Großes Ziel: Paris 2024

Das große Ziel für Therese ist – wie für viele andere Sportler auch – eine Teilnahme bei den Olympischen Sommerspielen 2024. Darauf wird bereits jetzt hintrainiert. Vor allem im Laufen will sich die 22-jähirge noch verbessern. Das Schwimmen ist die Stärke von Feuersinger.


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