Das EU-Mercosur-Abkommen würde etwa die Tür für genmanipulierten Soja in Europa öffnen.Symbolbild Pixabay

GREENPEACE gegen EU-Mercosur-Pakt

Die Umwelt-NGO GREENPEACE fordert die Bundesregierung zum Handeln auf. Das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten soll nicht unterzeichnet werden.

ÖSTERREICH Die Mercosur-Staaten sind Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Diese stehen vor allem wegen der Regenwaldzerstörung und dem Gen-Soja unter Beschuss. In Argentinien soll laut Global 2000 der gesamte und in Brasilien 96 Prozent des Soja genmanipuliert sein. Auch die großindustrielle Fleischproduktion wird kritisiert.

Regierung sagt "Nein"

Die Österreichische Bundesregierung sagt zwar klar "Nein" zu dem Pakt, GREENPEACE fordert allerdings mehr Engagement auf EU-Ebene. Kanzler Sebastian Kurz und Vize-Kanzler Werner Kogler sollen auf europäischer Ebene konkrete Schritte setzen und ein Bündnis aus mehreren Staaten gegen das Handesabkommen schmieden.

Ansonsten droht Österreichs Nein in den nächsten Monaten ausgehebelt zu werden. "Der vorliegende Pakt ist irreparabel und führt in jeglicher Form zu mehr Regenwaldzerstörung", sagt Alexander Egit, Geschäftsführer von GREENPEACE Österreich.

Der Mercosur-Pakt sieht etwa eine Erhöhung der Einfuhrquote von billigem Rindfleisch von derzeit 200.000 Tonnen auf 300.000 Tonnen pro Jahr vor. Die Importquote für Zucker soll um 10.000 Tonnen erhöht werden, während die Importquote für Bio-Ethanol um 650.000 Tonnen erhöht werden soll.


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