Skyshape bei einem ihrer Konzerte. Sie haben in ihren zehn Jahren als Band "sicherlich über 150 Konzerte" gespielt.Flo Glatzl

Skyshape: Die lauten Nachbarn der JuZi

Seit zehn Jahren spielen die Strasser Emo-Rocker Skyshape auf den Bühnen im In- und Ausland – "sicherlich über 150 Konzerte", erklären die Bandmitglieder im ROFAN-KURIER-Interview. Mit CORONA-Verspätung soll ihre dritte CD nun 2021 erscheinen.

STRASS Eigentlich hatte Skyshape für heuer mehr geplant: Konzerte und eine neue CD. Doch das CORONA-Virus machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. So stehen nur noch das INNROCKreloaded-Festival in Radfeld und ihr Abschluss-Konzert im "p.m.k." in Innsbruck an.

Emo-Rock seit 2010

Skyshape wurde 2010 gegründet. Bereits vorher spielten Bassist Klaus Schweinberger und Gitarrist Simon Sprenger seit ihrer Oberstufenzeit am BORG Schwaz gemeinsam. Sänger Daniel Kofler kam bald dazu und unter dem Namen "Impulse" spielten sie einige Konzerte. "Wirklich ernst wurde es, sobald Michi (Pittracher - der Schlagzeuger, Anm.) im August 2010 eingestiegen ist", erzählt Gitarrist Simon Sprenger. Anfangs suchten sie noch ihren Sound. Skyshape probierte sich durch verschiedene Genren, coverten Bands wie Nirvana oder Muse...

Das erste Musikvideo von Skyshape - dieses wurde etwa zwei Jahre nach der Bandgründung veröffentlicht.

Ihre jetzige Musikrichtung bezeichnet die Band als Emo-Rock mit Einflüssen aus verschiedenen Musikrichtungen (Hardcore, Progressive, Alternative). "Der Gesang geht eher in die Richtung der 'Foo Fighters', klassischer Rock", erzählt Bassist Schweinberger. Jedes Bandmitglied hat verschiedene Einflüsse, von Black-Metal bis Klassik über Jazz. Eigener kreativer Sound ist für Skyshape sehr wichtig. Musikalisch sind sie überall zuhause. Außer bei Schlager und Volksmusik. Das, obwohl die "Jungen Zillertaler" in der Nähe des Skyshape-Proberaums in Strass wohnen oder zumindest wohnten.

2012 startete Skyshape dann mit eigenen Songs bei diversen Band-Bewerben durch. Beim Stromboli-Bandcontest wurden sie Zweiter, beim Austrian Band Contest spielten sie im Finale im Prater. Sprenger: "Das war das größte Konzert, dass wir je gespielt haben. Wir spielten am 1. Mai vor 15.000 'Hanseln'". Damals teilten sie sich die Bühne etwa mit Bernhard Speer von Sailer & Speer. Die Band kann aber auch vom genauen Gegenteil berichten. Bei einem Konzert in Reutte war genau ein zahlender Gast anwesend. Das Konzert war trotzdem "superlustig" und feuchtfröhlich.

Skyshape spielte eines der letzten Konzerte im legendären "Weekender" in Innsbruck. ©Flo Glatzl

Bis heute gab es von Skyshape "sehr viele und sehr geile" Konzerte, mehr als 150 Stück. Die Band hat sich vor allem in Innsbruck eine treue Fanbasis aufgebaut, hier sind die Konzerte meistens ausverkauft. 2014 und 2017 folgen die zwei EPs "time to...." und "kill all the white chicken". Die beiden EPs wurden auch zusammengefügt und ergeben den Release "time to kill all the white chicken". Diese Songs wurden auch auf eine Schallplatte gepackt.

Neues Album geplant

"Eigentlich hätten wir heuer ein neues Album aufgenommen", erzält Drummer Pittracher. Dank Corona hatten sie nicht viel Zeit zum Proben "und weil wir einfach schlacksig sind", fügt Sprenger lachend hinz. Die Dartscheibe im Proberaum hat auch einen Anteil an der Release-Verschiebung.
Außerdem: Skyshape arbeitet mit Producer Salvatore Arico von Kreative Klan Records zusammen. Ob, und wann sie sich mit dem Turiner treffen können ist aufgrund der aktuellen Situation unklar.

Skyshape sind (v.l.) Daniel Kofler (Gesang, Gitarre), Michael Pittracher (Schlagzeug), Simon Sprenger (Screaming, Gitarre) und Klaus Schweinberger (Bass). © Flo Glatzl

Arico ist übrigens auch am Namen der zweiten EP "kill all the white chickens" 'schuld'. Die EP wurde bei Sprenger zuhause aufgenommen. In Nachtarbeit. Das Zimmer vom italienischen Producer war direkt neben einem Hühnerstall. Und die Hühner waren dementsprechend laut: "Eines Morgens fluchte Salvatore '... kill all the white chickens' und wir dachten uns, eigentlich perfekt für den EP-Namen", lacht Sprenger. Die Ähnlichkeit zum NoFX-Song "Kill all the white men“ war nicht beabsichtigt.

Equipment-Freaks

Im Proberaum von Skyshape stehen zehn E-Gitarren, vier E-Bässe und zwei Drumsets herum. "Gitarren haben wir nicht mehr so viele", lacht Sprenger. Viel Geld wird in das Equippment investiert. Außerdem baut er selbst Gitarren. 22 Gitarren, die von den restlichen Bandmitglieder gelobt werden, hat er inzwischen selbst gebaut. Auf der Bühne setzen sie aber seit einigen Jahren auf die altbewährten Instrumente.

"Stratos" ist das zweite Musikvideo von Skyshape - es ist auf ihrer erste EP "time to..." zu finden.

Das neue Album hat noch keinen Namen, einige Songs stehen aber bereits. Glaubt man der Band wird es eher "bluesiger" und "laid-back" als die Vorgänger. Denn: "Welche Band wird in den Dreißigern nicht softer?"
Es soll 2021 erscheinen. Online, als CD und auch als Vinyl. Auch einige Skyshape-Konzerte sind geplant.

ROFAN-KURIER-Verlosung

Gemeinsam mit der Band verlost der ROFAN-KURIER drei Skyshape-Fanpackages. E-Mail mit Adresse & Tel. (!) an oder Postkarte an ROFAN-KURIER, Postfach 38, 6230 Brixlegg senden. Kennwort: "Skyshape" senden! Einsendeschluss: Dienstag, 30. Juni.


Startseite