LA Bgm. Andreas Gang (BLK/FPÖ) im Budget-Interview: „Wir können noch heuer mit den Arbeiten für die neue Volksschule beginnen.“

Kramsach heuer mit 19,8 Mio. EURO im Budget

Kramsach musste in den letzten Jahren den Sparstift ansetzen, damit das Projekt „Neue Volksschule“ realisiert werden kann. 2024 lag der Verschuldungs-Grad noch bei 82%, im Vorjahr konnte er auf 33,6% gesenkt werden. Im Budget stehen heuer 19,8 Mio. EURO...

KRAMSACH Etwa 19,8 Mio. EURO an Ausgaben stehen heuer im Budget-Entwurf der Gemeinde Kramsach. Diesen stehen Einnahmen von 18,8 Mio. EURO gegenüber. Die Differenz wird u.a. aus dem Überschuss gedeckt. Im Vorjahr blieben der Gemeinde 1,57 Mio. EURO Brutto-Überschuss, nach Schuldendienst von 529.000,– somit ein Netto-Überschuss von 1,04 Mio. EURO.

Geplante Investitionen und Ausgaben

In Kramsach fokussiert das Budget sehr stark in Richtung „Neue Volksschule“, 16,6 Mio. EURO wird das Projekt kosten. Dank der Zusage des Landes, das hier zuletzt aufgrund des hohen Verschuldungs-Grades skeptisch war, kommen etwa 32% der Summe aus Förderungen.
Dazu Bgm. Andreas Gang (BLK/FPÖ): „Die Ausschreibung läuft, wir wollen noch im Herbst mit den ersten Arbeiten beginnen.“ (siehe dazu auch Bericht vom Mai 2026).

In einer Gemeinde wie Kramsach gibt es aber noch mehr Projekte: Die Mürzlack-Quelle wird um 145.000,– EURO reaktiviert. Auch die Projekt-Ausschreibung für die Detailplanung zu Schutzmaßnahmen an der Brandenberger Ache laufen heuer, zudem wird im Herbst mit dem Bau des neuen Recycling-Hofes um 3,2 Mio. EURO begonnen, hier teilen sich die Kosten die vier Verbands-Gemeinden.

Für das Bildungssystem bezahlt Kramsach heuer einiges: 370.000,– EURO für die Mittelschule, 431.000,– für die Volksschule (Betrieb, Erhaltung mit Hausmeister, Reinigung und Stützkräften), Der Kindergarten kostet heuer 1,36 Mio. inkl. Personalkosten-Anteil. Polytechnikum, Sonderschule und Berufsschul-Beitrag kosten  knapp 90.000,– EURO.
Gesundheits-Kosten & Soziales: Beitrag zu Landes-Krankenhäusern: 1,2 Mio EURO, zu Bezirks-Krankenhäusern: 422.000,– EURO. Beiträge für Notarzt, Rotes Kreuz, Bergrettung etc.: 77.000,– EURO.
Sozialhilfen: 89.000,– EURO, Behinderten-Hilfe: 533.000,– EURO. Kosten für das eigene Pflegeheim mit 58 Betten: 4,3 Mio. EURO. Davon fließen 370.000,– in Darlehens-Rückzahlungen, es bleibt ein Abgang von etwa 800.000,– pro Jahr.
Jugendwohlfahrt: 180.000,– EURO.
Für die Müll-Entsorgung fallen heuer Kosten von 566.000,– EURO an, die Einnahmen betragen 599.000,– EURO, es bleibt ein kleiner Überschuss.
An den Abwasser-Verband (Kanal) bezahlt Kramsach 423.000,– EURO, die Einnahmen liegen laut Gemeinde bei 676.000,– EURO.
Im Bereich Straßenbau steht heuer die Sanierung beim Polizei-Kreisverkehr an. Die Kosten stehen erst im Herbst fest. 
448.000,– EURO zahlt Breitenbach heuer an das Land Tirol als „Landesumlage“. Dass Kufsteiner Gemeinden hier mehr zahlen, als Oberländer Gemeinden, gefällt Bgm. Gang nicht: „Wir zahlen hier im Verhältnis mehr, weil unser Bezirk wirtschaftsstärker ist.“
Kirche bis Kultur und Vereine lässt sich Kramsach heuer etwa 100.000,– EURO kosten.
Die Personalkosten sind für Kramsach einer der größten Budget-Posten überhaupt: Von den etwa 19 Mio. EURO an Ausgaben entfallen allein 8,2 Mio. EURO auf Löhne und Gehälter für 78 Mitarbeiter.
An Einnahmen stehen heuer 2,4 Mio. EURO aus eigenen Steuern an, 6,15 Mio. EURO aus Abgaben-Ertragsanteilen an.
Die Gebühren wurden einheitlich an die Inflation angepasst.


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