Anfang April wurde der Badl-Damm auf das von der BH geforderte Niveau zurückgebaut.
Kramsach: Neue Hochwasser-Strategie im Badl
Es ist nun Schluss mit dem „Badler Damm“. Stattdessen setzt die Gemeinde Kramsach nun auf Beton-Legosteine, die im Notfall Schutz bieten sollen.
KRAMSACH Vor rund sieben Jahren errichtet, ist der „Damm“ in Badl nun Geschichte. Die Aufschüttung aus dem Jahr 2019, die als Notmaßnahme ohne wasserrechtlichen Bescheid entstand, musste trotz Bemühungen von Seiten der Gemeinde endgültig weg. Anfang April hat die Firma Zeindl die nicht rechtmäßigen Teile des Dammes abgegraben.
„Zuletzt fand eine Infoveranstaltung für alle Badler statt, bei der der Bürgermeister gemeinsam mit der Bevölkerung von der Weigerung des Rückbaus Abstand genommen hat, da es keine neuen Argumente mehr gegeben hätte und der Rückbau unausweichlich wurde“, heißt es aus dem Protokoll der vergangenen Gemeinderatsitzung, in der der Rückbau beschlossen wurde.
Nach Gesprächen mit der Republik Österreich setzt die Gemeinde aber auf eine neue, flexiblere Lösung: 40cm hohe Betonblöcke sollen alle zehn Meter in Form einer „Bank“ aufgestellt werden. Diese mobilen Beton-Legosteine können im Ernstfall schnell auf- und abgebaut werden, kommen aber nur bei akuter Hochwasser-Gefahr zum Einsatz. In der übrigen Zeit werden sie teils auf Privatflächen zwischengelagert. Eine entsprechende Vereinbarung mit den Grundstückseigentümern wurde bereits getroffen. Zudem erklärte Bgm. Andreas Gang (BLK/FPÖ), dass man für die Aufstellungsdauer im Katastrophenfall ab Verständigung rund 48 Stunden Zeit habe, bis das Wasser den Ortsteil Badl tatsächlich erreicht. „Dadurch kann der Bevölkerung nun eine genehmigungsfähige Schutzvariante zur Verfügung gestellt werden.“








