Schwer in der Kritik: NEOS-Abgeordneter Dominik Oberhofer.Parlamentsdirektion/Ulrike Wieser

NEOS... und der talentierte Herr Oberhofer

NR Dominik Oberhofer (NEOS) stolpert derzeit von Fettnapf zu Fettnapf. Zuerst, indem er eine Nationalrats-Kollegin in einer Sitzung wüst anfährt, dann mit seinem „Es lebe der Schah“-Ruf. Jetzt hagelt es Kritik ob seiner Forderung zur Verschiebung der Unterinntal-Trasse...

ÖSTERREICH/TIROL Erst im April skandierte der Oberländer Abgeordnete Dominik Oberhofer (NEOS) „Es lebe der Schah“ auf Social Media. Anlass war die Tötung des Iranischen Machthabers Ali Khamenei und weiterer bei Luft-Angriffen von Israel und den USA... „Dass Dominik Oberhofer `Es lebe der Schah´ im Österreichischen Parlament, dem Herzen unserer Demokratie, skandiert, ist völlig daneben! Der Schah war ein Diktator“, rüffelte ihn dazu die außenpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Meri Disoski. Im selben Monat ereifert sich Oberhofer im Tourismus-Ausschuss und droht der GRÜNEN Abgeordneten Barbara Neßler, er würde ihr gerne „über den Tisch ins Gesicht hupfen“. Das bringt ihm eine Abmahnung von Ausschuss-Obmann Christoph Steiner (FPÖ): „Ich bin kein Verteidiger der GRÜNEN – aber so eine Aussage geht nicht, schon gar nicht gegenüber einer Frau!“ Neßler sagt dazu, sie lässt sich von Oberhofer nicht einschüchtern und rät ihm im Anschluss „zu einem Anti-Gewalt-Workshop“.

Unterinntal-Trasse verschieben?

Kürzlich fordert Oberhofer nun, man möge den Ausbau der Unterinntal-Trasse verschieben, zu Gunsten der Zillertal-Bahn. Darauf hagelte es Kritik sowohl im Internet als auch von anderen Parteien.
Unter anderem von FPÖ-Klubobmann Mag. Markus Abwerzger: „Kaum in Wien, begeht Oberhofer schon Verrat an den Tirolerinnen und Tirolern!“
Der Tiroler Landtag kann einer Verschiebung der Unterinntal-Trasse nichts abgewinnen: In der letzten Mai-Woche haben die Abgeordneten – auch mit den Stimmen der Tiroler NEOS – einen einstimmigen Antrag gestellt. Titel: „Keine Verschiebung beim Bau der österreichischen BBT-Zulaufstrecken.“
Ob der Pläne einer Verschiebung sieht auch der LH Anton Mattle (ÖVP), rot: „So geht das nicht. Das kann nicht sein!“, sagt er im Landtag.

Dazu meint Oberhofer in einer Aussendung: „Mattle sollte bei Infrastrukturprojekten mit Ratschlägen sparsam sein. Die gescheiterte Wasserstoffbahn im Zillertal zeigt eindrucksvoll, wie sorglos er mit Steuergeld umgeht...“


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