„Steuersenkung“: Keine Kassa kennt´s
Die Wirtschaftskammer kritisiert die als „Entlastung“ gepriesene Steuersenkung auf gewissen Lebensmittel als „unmöglich bis 1. Juli umsetzbar!“
ÖSTERREICH/TIROL Es ist Steuersenkung, und keiner geht hin... Den neuen Steuersatz von 4,9% Umsatzsteuer auf gewisse Lebensmittel als Entlastung der Bürger angesichts der durch sinnlose Kriege angetriebenen Energiekosten sind eine gute Sache für die Bürger. Doch wie die Wirtschaftskammer jetzt aufhorchen lässt: Kaum bis 1. Juli schaffbar! Die Mehrwertsteuer-Senkung auf Grundnahrungsmittel sorgt in der Tiroler Lebensmittelbranche für massiven Unmut. Bäckereien, Metzgereien, Konditoreien und Lebensmittelhändler stehen vor einem bürokratischen und technischen Kraftakt, den die Politik sehenden Auges in Kauf zu nehmen scheint. „Die Bundesregierung versteht sich offenbar weder als Partner der Wirtschaft noch hat sie geprüft, ob ihre Maßnahme in der Praxis überhaupt funktioniert“, kritisiert Barbara Thaler, Präsidentin der Wirtschaftskammer Tirol.
Damit die Semmel billiger wird, muss die EDV teurer werden
Der neue Steuersatz von 4,9 % ist den meisten gängigen EDV- und ERP-Systemen unbekannt. Branchenübergreifend entstehen dadurch Kosten in Millionenhöhe für Umprogrammierungen. Hinzu kommen interne Personalaufwände und Zusatzkosten für Etiketten...








