V.l.: Regisseur Norbert Mladek, Kapellmeister Josef Pirchmoser und Schriftsteller Toni Bernhart.ofp Kommunikation

Neuer Text für die Passionspiele in Thiersee

Nach etwa 100 Jahren hat Schriftsteller Toni Bernhart für die Passion in Thiersee einen neuen Text verfasst. Nun verrät er erste Details für die Aufführung 2022.

THIERSEE Passionsspiele haben einen festen Platz in der europäischen Theatergeschichte. Zumeist geht ihnen ein Gelübde voraus: Ein ganzes Dorf gelobt die Leidensgeschichte Christi in regelmäßigen Abständen nachzuspielen, um eine Katastrophe  abzuwenden. In Thiersee wird die Geschichte vom Leben und Sterben Christi seit über 200 Jahren erzählt. Im Passionsspieljahr 2022 soll eine Neuinszenierung den Leidensweg Jesu zeitgemäß zeigen. Der Südtiroler Schriftsteller Toni Bernhart hat eine Neufassung geschrieben, nachdem der alte Text von Jakob Reimer fast 100 Jahre lang gespielt wurde. "Auch Reimers Text war einmal 'der Neue', der einen alten Text abgelöst hat. Jedes Stück ist mit der Zeit verhaftet, in der es geschrieben wird", sagt Autor Toni Bernhart.

Neuinszinierung der Passion

Auch wenn sich das Passionsspiel inhaltlich nicht verändert, ändern sich doch die Ansprüche an Ästhetik sowie Art und Weise der Erzählung. "Jesus tritt in religiösen und sozialen Belangen auf, er wird dafür gefeiert und auch angefeindet, am Ende wird er gekreuzigt, getötet und begraben. So genommen ist es eine traurige Geschichte", erklärt Toni Bernhart.


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