V.l.: LHStv Geisler, R. Binder (GF Binderholz), LHStv Felipe, Judith Fiala (ÖBB)und Dr. H. Schreiner, (Zillertaler Verkehrsbetriebe) bei der Präsentation. Land Tirol/Berger

Zillertaler Mobilitäts-Plan „auf Schiene“

Für die Jahre 2021 bis 2025 setzt man bei der Zillertalbahn umfangreiche Infrastrukturprojekte um. Die Arbeiten für ein Güter- und Verladeterminal starteten bereits.

JENBACH In der Gemeinderatssitzung Ende März wurde über die Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Bund, dem Land Tirol, dem Talverband Zillertal, der Marktgemeinde Jenbach und der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG – Zillertalbahn abgestimmt. Konkret geht es bei diesem "Mittelfristigen Investitionsprogramm 2021-2025" um Finanzierungsbeträge in Höhe von 43,2 Millionen EURO. Die geplante Kostenverteilung soll zu 50 Prozent vom Bund und zu 38,4 Prozent vom Land Tirol getragen werden. Auf den Talverband Zillertal entfallen 10,2 Prozent, die restlichen 1,4 Prozent auf die Marktgemeinde Jenbach. Den Ausgaben (604.763,– EURO) stehen geschätzte jährliche Einnahmen an Kommunalsteuer von 78.000,-- EURO zu Buche.

Infrastrukturprojekte für 2021

Bereits gestartet wurden die Arbeiten für das trimodale Güter- und Verladeterminal (Normalspur, Schmalspur, Straße) in Jenbach. Kosten: Eine Million EURO. "Durch den Ausbau des Terminals sollen rund 160.000 Tonnen Holz jährlich von der Straße auf die Schiene kommen. Das entlastet die Straße um 20.000 LKW-Fahrten durch den Brettfalltunnel", meint dazu DI Dr. Helmut Schreiner, MBA und Technischer Vorstand der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG. Im Mai soll mit dem Zentralprojekt der Trassenverlegung Zell-Aschau und der Erneuerung der Zillerbrücke begonnen werden. Auch hier ist das Ziel mehr Personenverkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen.

Holz auf Schiene nach Fügen!

Seit Anfang des Jahres wird auch das in Jenbach ankommende Rundholz – vorerst probeweise – wieder per Bahn nach Fügen transportiert. Mit dem neu errichteten Güterverladeterminal und dem Verladebagger wird das Holz auf speziell adaptierte Waggons der Zillertalbahn verladen. So werden jährlich 20.000 LKW-Fahrten ins Zillertal eingespart. Das neue Anlieferungskonzept entspricht ganz dem Firmenleitbild, wie Geschäftsführer Reinhard Binder erläutert: "Wir entlasten damit dauerhaft den Verkehr auf der Zillertalstraße. Darüber hinaus stärkt die Transportverlagerung auf die Schiene nachhaltig unseren erfolgreichen Sägewerksstandort Fügen."

Entlastung für die Bevölkerung

Für LHStv Josef Geisler (ÖVP)  ist die Verlagerung ein wichtiger Baustein für die Mobilität im Zillertal: "Diese Initiative bringt gerade im vorderen Zillertal eine deutliche Entlastung!"


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